Nach Amoklauf und Attentaten: Provozieren statt denken! Diese Politiker hetzen gegen Flüchtlinge

Angesichts der Bluttaten in Würzburg, München, Reutlingen und Ansbach werden immer mehr politische Stimmen laut, die Flüchtlinge und Asylbewerber unter Generalverdacht von Kriminal- und Gewaltdelikten stellen. Diese Politiker provozieren dabei aktuell am stärksten.

Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, stößt mit ihrer Forderung nach einer Flüchtlingsobergrenze auf Kritik. Bild: dpa

In der Flüchtlingsdebatte reden sich die Politiker aller Parteien bereits seit Monaten um Kopf und Kragen. Vor allem der Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel steht hier nach wie vor in der Kritik. Mit den Bluttaten von Würzburg, München, Reutlingen und Ansbach scheinen sich Befürchtungen auf Seiten ihrer Gegner weiter zu bestätigen und zu verschärfen.

Ressentiments gegen Asylbewerber wachsen parteiübergreifend

Längst fordern Politiker wie Horst Seehofer (CSU) oder inzwischen auch Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht eine Flüchtlingsobergrenze. Und es bildet sich immer stärker eine breite Meinungsfront heraus, die Flüchtlinge per se und die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel für die zunehmende Gewalt im Land verantwortlich macht, handelte es sich bei den Attentätern doch um junge Männer zwischen 17 und 27 Jahren mit Migrationshintergrund.

FOTOS: 2015 - Das Jahr der Flüchtlinge Die Flüchtlingskrise in Bildern

Aber statt sich zurückzuhalten, um nicht noch mehr Hass und Ressentiments zu schüren, springen zahlreiche Politiker in die Bresche und machen ihrem Ärger unverhohlen Luft. So twitterte beispielsweise Renate Künast nach dem Axt-Angriff eines 17-Jährigen in einem Regionalzug bei Würzburg: "Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!" Dafür erntete sie nicht nur einen Shitstorm, sondern auch Kritik von der Polizei Oberbayern, gegen die die Grünen-Politikerin den Zeigefinger erhoben hatte.

Sahra Wagenknecht sieht Flüchtlinge als Problem

Während nach dem Amoklauf des 18-jährigen Deutsch-Iraners David S. neue Forderungen nach einem strengeren Waffengesetz, dem Verbot von Killerspielen, mehr Überwachung und von Bundeswehreinsätzen im Landesinneren laut werden, zielt Sahra Wagenknecht direkt auf die Flüchtlinge als Ursache - zum Ärger ihrer Fraktion. "Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges 'Wir schaffen das' uns im letzten Herbst einreden wollte."

Und Beatrix von Storch sah sich angesichts der Attentate dazu veranlasst, eine Karte mit kriminellen Delikten auf Facebook zu posten, die vermeintlich von Migranten begangen worden sind.

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