Thomas Gottschalk und seine Ehefrau Thea haben sich nach mehr als 40 Jahren getrennt. Das bestätigte Gottschalks Anwalt Christian Schertz am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

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Militärputsch 2016 in der Türkei: Irre Verschwörungstheorie: Putschversuch nur inszeniert?

Nach dem blutigen Putschversuch in der Türkei werden Stimmen laut, die behaupten, dass Präsident Erdogan den Aufstand inszeniert habe. Einige Fakten sprechen dafür, andere dagegen.

Nach dem gescheiterten Militärputsch mehren sich die Gerüchte, dass Erdogan den Aufstand inszeniert haben könnte. Bild: dpa

Nur wenige Stunden lagen zwischen dem Beginn des Militäraufstandes in der Türkei und der scheinbaren Rückkehr zur Normalität. Sowohl im Land selbst als auch im Westen mehren sich nun Gerüchte, dass der Putschversuch von Präsident Erdogan gezielt herbeigeführt wurde, um seinen Machtanspruch im Land zu festigen.

Türkei-Putsch: Dilettanten am Werk?

Viele Beobachter zeigten sich verwundert, dass das Militär mit relativ wenig schwerem Gerät einen Putschversuch startete. Gerüchte von nur einer handvoll Panzern und ein paar Kampfjets ließen bei manchen Menschen den Schluss zu, dass es sich nur um eine kleine Gruppe von extra dafür beauftragten Soldaten gehandelt haben soll.

Wie "oe24.at" berichtet, vertritt zumindest der türkische Journalist Ahmet Sik einen anderen Standpunkt: Möglich wäre, dass die Putschisten kurzfristig handeln mussten, da ihnen die Regierung auf die Schliche kam. Auch soll es im Militär selbst viele Erdogan-Anhänger geben, sodass es möglich wäre, dass die Umstürzler nicht genügend Soldaten für den Aufstand gewinnen konnten.

Gegen einen vorgetäuschten Putsch spricht auch, dass hochrangige Militärs zur Verantwortung gezogen wurden. Es scheint fraglich, welche persönlichen Vorteile sich die Generäle durch eine mögliche False-Flag-Aktion versprochen haben könnten.

Militärputsch erlaubt Erdogan "Säuberungsaktionen"

Ein weiterer Punkt, der laut Kritikern für die Inszenierung des Militärputsch stehen könnte, ist die Tatsache, dass Erdogan erheblich vom gescheiterten Aufstand profitiert. Der Präsident kündigte umfangreiche Vergeltungsmaßnahmen gegen die Putschisten an und denkt laut über die Einführung der Todesstrafe nach. Damit wäre es ihm ein Leichtes, auch unbeteiligte, aber möglicherweise kritische Stimmen auszuschalten. Bislang wurden fast 6.000 Menschen verhaftet und rund ein Fünftel der Richter des Landes entlassen. Möglich, dass er so seinen Machtanspruch weiter festigen will.

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Militärputsch in der Türkei 2016
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