20.06.2016, 15.29 Uhr

Aufgedeckt bei der AfD: Das riesige Darknet der Beatrix von Storch

Aufgedeckt: Eine Netzwerkaktivistin hat sich auf die digitalen Spuren von Beatrix von Storch begeben und ein riesiges Datennetzwerk aufgedeckt, in dem mit den sensiblen Daten von Internetnutzern alles andere als sensibel umgegangen wird.

Beatrix von Storch verfügt über ein riesiges Datennetzwerk mit Internetseiten, Blogs und Vereinen. Bild: dpa

Mehr durch Zufall ist die ehemalige Geschäftsführerin der Piratenpartei, Katharina Nocun, auf ein riesiges Netz von Internetseiten gestoßen, die mit der AfD zusammenhängen. Das betrifft vor allem Beatrix von Storch, AfD-Vize-Chefin, und ihren Mann Sven von Storch.

Beatrix von Storch verfügt über riesiges AfD-Datennetzwerk

Nocun hat sich über mehrere Monate durch Internetseiten gearbeitet, die in Verbindung mit der AfD-Politikerin stehen. Ihr Fazit: Von Storch verfügt über ein riesiges Datennetzwerk aus Webseiten, Blogs, Petitionsplattformen und Vereinen, um ihre politische Botschaft zu verbreiten. So tauchen ein- und dieselben Spendenaufrufe und Petitionen auf verschiedenen Plattformen auf. Diese können direkt an Bundestagsabgeordnete verschickt werden. Darüber hinaus finden sich aggressive Kampagnen gegen Abtreibung oder Homosexualität.

Über Newsletteranmeldungen und Petitionen werden über dieses Netzwerk die Daten von hunderttausenden Internetnutzern aufgenommen. Aber nicht nur das. Der Verdacht liegt nahe, dass die sensiblen Daten an Dritte weitergegeben werden.

Verstoßen die von Storchs gegen den Datenschutz?

Als Beispiele nennt Katharina Nocun auf ihrem Blog kattacha.de die als unparteilich auftretenden Webadressen "civil-petition.de" und "abgeordneten-check.de", die offensichtlich von ihrem Mann Sven von Storch betrieben werden. In einem Selbsttest, bei dem sich Nocun für den Newsletter von "civil-petition.de" registriert hatte, erhielt sie wenig später einen Spendenaufruf von Beatrix von Storch.

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