Bundeswehr-Umfrage: "Katastrophale Ausstattung"! Soldaten misstrauen ihren Waffen

Einer aktuellen Bundeswehr-Umfrage zufolge vertrauen nur acht Prozent der deutschen Soldaten ihrer Bewaffnung. Der Bundeswehrverband fordert nun eine "Trendwende" bei der materiellen Ausstattung - auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Weltlage.

Soldaten der Bundeswehr mit einem Maschinengewehr M3 am 31. Mai 2016 auf dem Ausstellungsgelände der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Schönefeld (Brandenburg) bei einer Vorführung. Bild: Wolfgang Kumm/dpa

Es ist ein mageres Ergebnis, zu dem eine Umfrage des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr kommt, und aus der die "Bild"-Zeitung zitiert:

Lediglich acht Prozent der deutschen Soldaten gaben bei einer Befragung, die während der NATO-Übung "Trident Juncture" im Herbst letzten Jahres durchgeführt worden sein soll, an, "volles Vertrauen" in ihre Ausrüstung und ihre Bewaffnung im Speziellen zu haben.

Deutscher Bundeswehrverband: "Trendwende Material" gefordert

Der Chef des Bundeswehrverbands, André Wüstner, sagte der Zeitung, das Ergebnis sei ein "weiterer Beleg für die katastrophale materielle Ausstattung." Eine "Trendwende Material" sei "absolut unverzichtbar, insbesondere vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Weltlage."

Laut "Bild" traut fast jeder zweite Soldat (43%) der persönlichen Bewaffnung "eher nicht" oder "überhaupt nicht", lediglich 21 % vertrauten ihr "eher", 30% "teils". 36% sollen auch der Bewaffnung der eigenen Einheit "eher nicht" oder "überhaupt nicht" vertrauen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

lid/saw/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser