Propaganda in sozialen Netzwerken: So helfen Frauen beim Aufbau des "Islamischen Staats"

US-Forscher haben analysiert, in welcher Weise Frauen eine zentrale Rolle bei dem Kampf für und gegen den internationalen Terrorismus zukommt: Vor allem über das Internet agitieren weibliche Nutzer, vielen von Ihnen kommen regelrechte Schlüsselrollen bei der Vernetzung von Terror-Kämpfern für den Islamischen Staat zu.

Screenshot eines Propagandavideos der IS-Miliz zeigt voll verschleierte Frauen mit Gewehren, die angeblich in der syrischen Stadt Al-Rakka operieren (undatiert). Bild: Syriadeeply.org/dpa

Weibliche Nutzer sozialer Netzwerke spielen für die Rekrutierung von Terror-Kämpfern für den Islamischen Staat (IS) und die Verbreitung von fundamentalistischer Propaganda eine weitaus größere Rolle als bislang bekannt. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Universität Miami hervor, aus der das Nachrichtenportal "oe24.at" zitiert.

"Vkontakte": Propaganda-Instrument des IS - 40 Prozent der Nutzer sind Frauen

Die Forscher hatten über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr Daten in dem Netzwerk "Vkontakte" gesammelt. Die russische Plattform habe sich seit dem Verbot islamistischer Inhalte auf Facebook und Twitter zu einem wichtigen Propaganda-Werkzeug des IS entwickelt. In 196 Gruppen sollen sich mehr als 100.000 Mitglieder über islamistische Inhalte ausgetauscht und Propaganda des IS ausgetauscht haben - 40 Prozent der Nutzer sollen weiblich gewesen sein.

Frauen haben wichtige Funktionen bei der Vernetzung von Islamisten weltweit

Nach Angaben der Forscher sollen Frauen zentrale Funktionen bei der Kommunikation in den einzelnen Gruppen zukommen: So sollen sie vornehmlich bei der Vernetzung von Personen, die keinen Kontakt zueinander haben, die treibende Kraft sein. Dies gilt jedoch sowohl für die Unterstützung des IS, als auch für den Kampf gegen die Terrororganisation im Internet.

FOTOS: Islamischer Staat Der IS-Terror in Bildern
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lid/jat/news.de

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