Gerichtsbeschluss: Ex-Leibwächter Bin Ladens darf nicht abgeschoben werden

Im Jahr 2011 wurde Osama bin Laden getötet. Jetzt beschloss ein Gericht in Gelsenkirchen, dass sein Leibwächter nicht nach Tunesien abgeschoben werden darf. Der Grund: Er könnte "unmenschlich" behandelt werden.

Osama bin Ladens Ex-Leibwächter darf nicht abgeschoben werden. Bild: dpa

Ein als gefährlich eingestufter ehemaliger Angehöriger der Leibgarde des getöteten Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden darf nicht nach Tunesien abgeschoben werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Mittwoch entschieden. Trotz der Änderungen der politischen Situation in dem Land bestehe nach wie vor ein hohes Risiko, dass dem Tunesier Sami A. bei einer Rückkehr eine unmenschliche Behandlung oder gar Folter drohe, begründete das Gericht seine Entscheidung.

Bin Ladens Ex-Bodyguard darf nicht ausgeliefert werden

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte im Mai vergangenen Jahres festgestellt, dass der in Bochum lebende Mann "eine akute erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit" darstellt. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen stützt seine Entscheidung auf Angaben des Auswärtigen Amtes und einer Nichtregierungsorganisation.

Bin Laden war am 2. Mai 2011 im pakistanischen Abbottabad von einer US-Spezialeinheit getötet worden.

FOTOS: Bin-Laden-Clan Osamas Familienalbum

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lvo/news.de/dpa

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