Für den Tierschutz
Grüne fordern Mindestpreise für Fleisch

Bei einem Thema versteht der Deutsche keinen Spaß: Sein geliebtes Schnitzel. Nun fordert ein Grünen-Politiker Mindestpreise für Fleisch und Wurst. Gibt es Fleisch bald nur noch für Reiche? Diese Gründe sprechen für weniger Fleisch auf deutschen Tellern.

Fleisch ist oft unverhältnismäßig billig. Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Mindestpreise für Fleisch im Supermarkt hat der Agrarexperte der Grünen im Bundestag gefordert - stößt damit aber an der Fraktionsspitze auf Ablehnung. "Wir brauchen Mindestpreise und müssen Dumpingpreise verbieten", sagte Agrarexperte Friedrich Ostendorff der "Saarbrücker Zeitung". "Für 2,99 Euro kann niemand ein Kotelett gewinnbringend produzieren, bei dem es dem Tier auch noch gut gegangen ist."

Sollte es einen Mindestpreis für Fleisch geben?

Fraktionschef Anton Hofreiter hielt in der "Passauer Neuen Presse" dagegen: "Ich halte staatlich verordnete Mindestpreise nicht für den richtigen Weg." Zwar sei eine Debatte über Dumpingpreise richtig, angesichts der Krise, in der die Bauern steckten. In diesem Falle handele es sich aber um den Debattenbeitrag eines einzelnen Abgeordneten. Er selbst wolle Marktstrukturen fairer gestalten und die Fördergelder neu verteilen, sagte Hofreiter.

FOTOS: Lebensmittelskandale Essen zum Ekeln

"Einheitsschnitzel zum Einheitspreis wird es nicht geben"

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) erteilte der Forderung umgehend eine Absage. "Ich bin gegen staatlich festgelegte Preise für Nahrungsmittel", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Das wöchentliche Einheitsschnitzel, zum Einheitspreis wird es mit mir nicht geben." Die Zukunft der deutschen Lebensmittelindustrie liege im Qualitätswettbewerb und nicht im Preiskampf. Die Verbraucher seien bereit, für gute Lebensmittel tiefer in die Tasche zu greifen. "Davon profitiert langfristig das Tierwohl, genauso wie die Einkommen der Landwirtschaft."

Die Landwirtschaft tierfreundlicher zu gestalten ist ein erklärtes Ziel der Grünen. Am Samstag nehmen Hofreiter und Ostendorff an einer von der Fraktion organisierten Konferenz zum Thema faire Tierhaltung in Hannover teil. Die deutschen Bauern beklagen, dass von den Handelspreisen für Fleisch und Wurst zu wenig bei den Produzenten ankommt. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbands bekommt ein Bauer etwa für 200 Gramm Salami nur 26 Cent, für eine Bratwurst im Brötchen nur 20 Cent.

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10 Kommentare
  • Anfu

    16.06.2016 12:23

    Da machen sich die Körnerfresser stark für aber ein midestpreis für Milch lehnen sie ab , schafft endlich das Grüne gesocks aus Deutschland die kosten nur Steuergelder und Arbeitsplätze.

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  • hellboy

    16.06.2016 06:40

    Na, Hauptsache das Hammel- und Ziegenfleisch und natürlich Drogen wie Cannabis bleiben für die grünen Junkies und die "Touristen" aus dem Orient erschwinglich......

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  • XXXXX

    15.06.2016 18:18

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