Eltern wollen Gerechtigkeit: Bundeswehr soll Tod eines KSK-Soldaten vertuscht haben

2013 wurde Hauptfeldwebel Daniel Wirth von der Taliban erschossen. Nun fordert seine Familie Aufklärung. Wurde der Tod des Soldaten der Kommando Spezialkräfte von der Bundeswehr vertuscht?

Die Todesumstände eines deutschen Soldaten sollen mehr als mysteriös sein. (Symbolbild) Bild: dpa

Keine Todesanzeige, eine zurückhaltende Verteidigungsministerin und mysteriöse Todesumstände: Was passierte 2013 wirklich in Afghanistan, als Daniel Wirth an vorderster Front von der Taliban erschossen wurde? Das Nachrichtenmagazin "Focus" hat recherchiert und kommt zu fragwürdigen Ergebnissen.

An der Front: Daniel Wirth war nicht einsatzbereit

Obwohl Wirth gerade erst aus einem einjährigen Erziehungsurlaub zurückgekehrt war, wurde er sofort in einen gefährlichen Einsatz geschickt. Eine von der Bundeswehr ausgebildete afghanische Polizeieinheit wurde von Taliban-Kämpfern angegriffen. Diese alarmierten das KSK-Kommando.

Der zweifache Familienvater wurde von einem versteckten Taliban-Kämpfer erschossen, so "Focus".

Familie ist erschüttert: Keine Todesanzeige

Für die Familie stellten sich natürlich jede Menge Fragen: Warum wurde er schon eingesetzt, obwohl er noch gar nicht einsatzbereit war? Hat die Bundeswehr eventuell einen Fehler gemacht? Noch mysteriöser wurde es als, den Angehörigen laut "Focus" empfohlen wurde auf eine Todesanzeige zu verzichten.

Daniel Wirths Eltern kritisierten außerdem, dass es kaum Unterstützung von Seiten der Bundeswehr gegeben hätte. Zudem habe sie enttäuscht, dass auf einer Trauerfeier Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nicht mit der Familie gesprochen habe.

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grm/ife/news.de

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