Für eine handvoll Dollar: Starkoch speist Obama mit Billig-Essen ab

Bei seinem Besuch in Vietnam traf sich US-Präsident Barack Obama abseits der politischen Bühne in Hanoi mit US-Starkoch Anthony Bourdain auf ein gemeinsames Essen. Doch das Billig-Essen war inszeniert.

Für gerade einmal sechs Dollar essen US-Präsident Barack Obama und US-Starkoch Anthony Bourdain in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Bild: Instagram/anthonybourdain

Was man auch von Barack Obama halten möchte, er ist zweifelsfrei einer der coolsten US-Präsidenten. Hier eine "Fistbomb" mit einer Reinigungskraft, da ein Rap-Freestyle im altehrwürdigen Rosengarten des Weißen Hauses. Anfang der Woche weilte der 54-Jährige in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi und hob die letzten Reste eines Waffenembargos aus der Zeit des Vietnam-Krieges auf. Abseits der politischen Bühne wurde er von US-Starkoch Anthony Bourdain auch noch auf ein inszeniertes Billig-Essen eingeladen.

Abendessen: sechs Dollar - Den Präsidenten einladen: unbezahlbar

Ein Imbiss in der Millionen-Stadt Hanoi. Ein kleiner Tisch, niedrige blaue Plastik-Hocker und ein Menü für gerade einmal umgerechnet sechs Dollar (ca. 5,37 Euro). Auch wenn man hier nicht gerade hochrangigen Besuch erwarten würde, trafen sich genau hier im "Bun cha Huong Lien"-Restaurant US-Präsident Barack Obama und US-Starkoch Anthony Bourdain. Der Koch, der das Treffen via Instagram, Facebook und Co. dokumentierte, verriet, dass Obama auch mit Stäbchen bestens essen könne. Auch die Rechnung übernahm Bourdain, diese fiel zwar sehr gering aus, doch wann hat man schon mal die Chance den Präsidenten einzuladen?

Doch vielleicht muss der Starkoch die sechs Dollar noch nicht einmal aus eigener Tasche zahlen. Schließlich war das so beiläufig aussehende Essen inszeniert. Denn begleitet wurde das ganze von Bourdains Filmcrew, die Szene wird Teil seiner Fernsehshow sein. Gut möglich, dass der Koch die sechs Dollar sogar als Spesen abrechnen kann.

Barack Obama: "Große Länder sollten kleinere nicht schikanieren"

Doch natürlich war Barack Obama vor allem beruflich in Vietnam. Ohne China beim Namen zu nennen hat der US-Präsident bei seinem Besuch auf eine friedliche Lösung der Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer gepocht. China baut dort Riffe mit künstlichen Landaufschüttungen aus und sucht nach Rohstoffen in Regionen, die auch von anderen Ländern beansprucht werden, darunter Vietnam.

"Egal wie groß oder klein ein Land ist, seine Souveränität muss geachtet werden", sagte Obama bei einer Rede im Kongresszentrum in Hanoi. "Große Länder sollten kleinere nicht schikanieren. Streitigkeiten sollten friedlich gelöst werden."

Obama hatte tags zuvor die letzten Reste eines Waffenembargos gegen Vietnam aufgehoben, ein Relikt aus dem Vietnamkrieg. Die USA erheben keine eigenen Ansprüche im Südchinesischen Meer, pochen aber darauf, dass es sich um internationale Gewässer mit Zugang für alle handelt. Obama wollte noch am Dienstag in den Süden nach Ho-Chi-Minh-Stadt weiterreisen. Dort waren unter anderem Treffen mit Unternehmern geplant. Er reist am Mittwoch zum G7-Gipfel nach Japan weiter.

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