Flüchtlingskrise in Europa: Drogen und Bordell! Kriminalität in Idomeni breitet sich aus

Das Flüchtlingslager Idomeni wird zunehmend zum Hort organisierter Kriminalität. Griechische Medien berichten von Drogendealern und Prostitution. Nun beschweren sich auch die Anwohner über die unhaltbaren Zustände.

Die Kriminalität im Flüchtlingslager in Idomeni wird immer schlimmer. Bild: dpa

Die Bewohner des Dorfes Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze haben sich in einem Schreiben an die griechische Regierung bitter über die Zustände vor Ort beschwert. Im improvisierten Flüchtlingscamp, in dem seit Monaten rund 11.000 Menschen ausharren, gebe es keinerlei staatliche Kontrolle. Das Lager wandele sich zunehmend in ein Gebiet, in dem jeder mache, was er wolle, zitierte am Donnerstag die Athener Tageszeitung "Kathimerini" aus der Beschwerde.

Organisierte Kriminalität in Idomeni: Bordelle und Drogendealer

Das Flüchtlingslager wandelt sich langsam aber sicher zu einem großen Problem. Es gebe sogar Strukturen organisierter Kriminalität. Wie griechische Medien berichteten, soll ein Eisenbahnwaggon zu einem Bordell umfunktioniert worden sein. Aus Nordafrika stammende Dealer verkauften Drogen, auch Schleuser seien vor Ort. Die griechische Polizei sei im Inneren des Lagers nicht präsent, habe jedoch den Bereich um die Zeltstadt herum weiträumig abgesperrt. Medien schreiben bereits vom "Ghetto Idomeni".

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Bürger beschweren sich über Vandalismus durch Flüchtlinge

"Täglich kommt es in unserem Dorf zu Diebstählen und Vandalismus", heißt in dem Schreiben der Bürger Idomenis an den griechischen Minister für Bürgerschutz, Nikos Toskas. Flüchtlinge und Migranten kämen unkontrolliert zu den Häusern und richteten Schäden an. Außerdem kümmere sich der Staat nicht um die Hygiene und Versorgung der Flüchtlinge, so dass sie gesundheitlich gefährdet seien.

In Griechenland halten sich mittlerweile nach Angaben des Stabs für die Flüchtlingskrise 54.500 Flüchtlinge und Migranten auf. Der Zustrom von der Türkei hat seit Inkrafttreten des EU-Flüchtlingspakts merklich nachgelassen. Von Mittwoch auf Donnerstag setzten 130 Menschen illegal zu griechischen Inseln über. Sie können im Rahmen des Abkommens wieder in die Türkei zurückgeschickt werden.

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bua/lvo/news.de/dpa

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