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Fragwürdiges Referendum: Gemeinde kauft sich von Flüchtlingen frei

In dem Schweizer Örtchen Oberwil-Lieli sind Flüchtlinge scheinbar keine gern gesehenen Besucher. Anstatt Schutzsuchende aufzunehmen, zahlt der Ort lieber eine Strafe in Höhe von 300.000 Franken. Bürgermeister Andreas Glarner ist erfreut über den Entscheid.

Andreas Glarner, Bürgermeister von Oberwil-Lieli (Schweiz), ist erfreut über die Abstimmung seines Dorfes. Bild: dpa

In der Schweizer Gemeinde Oberwil-Lieli scheinen Flüchtlinge nicht sonderlich willkommen zu sein. Die Bewohner des knapp 2.000-Seelen-Örtchens zahlen sogar freiwillig Strafe, nur um die Aufnahme von Asylbewerbern zu verhindern.

Schweizer Gemeinde will keine Flüchtlinge aufnehmen

Satte 300.0000 Franken wollte die Gemeinde zahlen, um zu verhindern, dass weitere Schutzbedürftige aufgenommen werden, das berichtet "Blick.ch" online. Demnach könne der Plan nach einem Volksentscheid nun sogar in die Tat umgesetzt werden.

Wie der Bericht enthüllt, soll sich eine knappe Mehrheit der Bürger gegen die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen haben. Am Ende trugen lediglich 54 Stimmen zur Mehrheit bei. Die Vertreter der Gegeninitiative "IG Solidarität" fordern auf Grund des knappen Ergebnisses eine Nachzählung.

"Wir bleiben verschont von Asylbewerbern"

Doch was bedeutet ein solches Ergebnis für die Bewohner der Gemeinde? Bürgermeister Andreas Glarner (SVP) ist "erfreut über den Entscheid" und betont außerdem: "Wir bleiben verschont von Asylbewerbern". Im Juni soll es eine weitere Gemeindeversammlung geben. Dort werden vermutlich weitere Diskussionen über diesen doch etwas fragwürdigen Entscheid geführt. Da scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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sba/saw/news.de

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