Von news.de-Volontärin Anne Geyer - 28.04.2016, 12.54 Uhr

Alternative für Deutschland in Russland: AfD und Putin-Jugend gehen Bund ein

Es ist ja kein Geheimnis, dass die AfD den Blick lieber gen Osten richtet, statt nach Westen. Nun ist die AfD-Jugend sogar in Russland, um neue zarte Bande zu knüpfen. Gauland und Co. sind davon natürlich angetan.

Alexander Gauland begrüßt das Bündnis seiner Jugend. Bild: Ralf Hirschberger/dpa

Die beiden sind wie füreinander geschaffen: Laut "Spiegel" soll die AfD-Jugend nach Moskau gereist sein, um mit Wladimir Putins Anhänger-Jugend anzubändeln. Eine Hochzeit wie aus dem internationalen Partei-Bilderbuch. Brautpapa Alexander Gauland ist natürlich ganz stolz. Seine Jugend hat schließlich eine hervorragende Partie gemacht - und gleichzeitig wurden die politischen Beziehungen ins Zarenreich von einst gefestigt.

Junge Alternative und Putin-Jugend trauen sich

Die Jugend der deutschland/1/">Alternative für Deutschland nennt sich übrigens "Junge Alternative" (JA). JA gesagt haben sie dann auch gleich in Moskau. Aber warum gerade Putins Jugend? Was haben die, was andere nicht haben? Chef der Ja(-Sager) Markus Frohnmaier sagte dem "Spiegel": "Auf dem ganzen europäischen Kontinent werden eurokritische und souveränistische Bewegungen immer stärker". Stimmt, die JA sollte das schließlich am besten wissen. Weiter sagt Frohmaier, dass es für die Junge Alternative deshalb "selbstverständlich" sei "diese Aktivitäten in einem neuen Jugendnetzwerk zu bündeln".

Gleiche politische Ansichten als Basis für ein langes Bündnis

Bei eurokritischen Angelegenheiten soll Putin natürlich nicht ausgelassen werden. Frohmaier sagt dem "Spiegel" auch, dass Deutschland endlich ""seine vitalen nationalen Interessen vertreten" und nicht "Kindergärtner der Welt" sein dürfe. Stimmt, Deutschland hat ja offensichtlich mit der eigenen Jugend schon alle Hände voll zu tun.

Kuppler Alexander Gauland ist von der Verbindung ganz angetan

AfD-Vize Alexander Gauland war von der deutsch-russischen Hochzeit so begeistert, dass er gleich ein paar nette Worte darüber verlor. "Ich habe überhaupt keine Bedenken dagegen", sagte er und hat scheinbar sogar im Hintergrund die Strippen gezogen. Er selbst gab an, sich auf einer St. Petersburg-Reise mit dem Kreml-nahen Ideologen Alexander Dugin und einem persönlichen Referenten des russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgetauscht zu haben, zitiert ihn der "Spiegel".

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