Bodo Ramelow: Thüringens Ministerpräsident attackiert linke Demonstranten

In Halle spielten sich am Wochenende irre Szenen ab. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) pöbelte gegen Antifa-Demonstranten. Ein Video der Verbal-Attacke sorgt im Netz für Furore. Es ist jedoch nicht der erste Ausraster des Politikers.

"Es kotzt mich an, wie arrogant ihr seid": Bodo Ramelow ist verbal auf Antifa-Demonstranten losgegangen. Bild: Martin Schutt/dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat bei einem Auftritt in Halle die Nerven verloren und ist verbal auf Antifa-Demonstranten losgegangen. Im Internet ist ein Video zu sehen, in dem Ramelow deutliche Worte findet.

Bodo Ramelow pöbelt gegen Antifa-Demonstranten

"Es kotzt mich an, wie arrogant ihr seid", sagt er zu den linken Autonomen. "Das ist so eine intolerante Aktion!" Als der Regierungschef bemerkte, dass er mit einem Handy aufgenommen wurde, griff er danach. An dieser Stelle endet der Film abrupt, den mehrere Zeitungen am Sonntag in ihren Online-Ausgaben zeigten.

Aufgenommen wurde die Szene am Samstag im Stadthaus von Halle. In Sachsen-Anhalt wurde der mitteldeutsche Inklusionspreis "Mosaik" vergeben. Dieser zeichnet Menschen aus, die sich für die Einbeziehung Behinderter ins gesellschaftliche Leben einsetzen.

Linker Ministerpräsident verurteilt Aufmarsch

Dieses Forum nutzten Autonome, um ihre Parolen zu propagieren. "Einige haben das Gastrecht der Veranstalter missbraucht, um den Ministerpräsident in inakzeptabler Weise zu belästigen", erklärte Ramelows Sprecher am Sonntag. "Das hatte schon Überfall-Charakter." Zuvor hatte Ramelow bei Twitter einen geplanten Antifa-Aufmarsch vor dem Privathaus des AfD-Landeschefs Björn Höcke scharf verurteilt.

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