Kerstin Griese: SPD-Politikerin fordert deutschlandweiten Islamunterricht

Deutschland muss an allen Schulen Islamunterricht einführen, das fordert die SPD-Abgeordnete Katrin Griese. Andernfalls würden die türkischen Schüler auf andere Angebote zurückgreifen, die vom türkischen Staat beeinflusst werden.

Eine Schülerin mit Kopftuch an einer Schule in Frankfurt am Main (Hessen) bei einer Unterrichtsstunde zum Thema Islam. Bild: dpa/ Frank Rumpenhorst

Sollte es Islamunterricht an deutschen Schulen geben? Ginge es nach der SPD-Politikerin Kerstin Griese, dann schon. Nur so könnte verhindert werden, dass die Schüler auf von der Türkei finanzierte Angebote zurückgreifen.

Katrin Griese fordert flächendeckenden Islamunterricht

Wie die "Welt" online berichtet, fordert die religionspolitische Sprecherin der SPD daher einendeutschlandweiten Islamunterricht. Der Grund: Noch immer gebe es für den größten Teil der muslimischen Schülerinnen und Schüler keinen ordentlichen islamischen Religionsunterricht, sagt die Politikerin gegenüber der "Heilbronner Stimme".

"Solange wir den nicht flächendeckend anbieten, ist es zwangsläufig, dass viele türkischstämmige Familien auf die Angebote der DITIB-Gemeinden zurückgreifen."

Griese warnt vor türkischer Konkurrenz: Fehler der 1960er nicht widerholen

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion gehört zu den großen Islamverbänden in Deutschland. Jedoch wird dieser stark vom türkischen Staat beeinflusst. Die Mitglieder werden durch Vorbeter (Hodschas) betreut, die von der Türkei bezahlt werden.

In Anbetracht der jetzigen Zuwanderung dürfe man die Fehler der 1960er Jahre nicht wiederholen, so die SPD-Bundestagsabgeordnete. "Glücklicherweise gibt es inzwischen deutsche Universitäten, die islamische Theologinnen und Theologen sowie Religionslehrerinnen und Religionslehrer ausbilden." Das sei aber noch lange nicht genug.

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sba/jko/news.de

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