Von news.de-Volontärin Anne Geyer - 15.04.2016, 15.37 Uhr

#freeboehmermann: Erste Reaktionen zur Entscheidung der Regierung

Der stattgegebenen Strafverfolgung von Jan Böhmermann erregt die Gemüter. Die Entscheidung der Regierung stößt auf Unverständnis. In den sozialen Netzwerken äußern sich Politiker und Promis - und beziehen deutlich Stellung.

Die Reaktionen im Netz fallen eindeutig aus. Bild: Henning Kaiser/dpa

Kaum ist die Entscheidung zur zugelassenen Strafverfolgung des Satirikers Jan Böhmermann gefallen, ist die Empörung in Deutschland groß und die Gangart der Bundesregierung in dem Fall stößt auf Unverständnis. Vielmehr, als sich selbst mit der Türkei anzulegen, schieben Merkel, Gabriel und Co. den schwarzen Peter weiter an die Justiz. Merkel sagte in der Pressekonferenz zum Fall Böhmermann: "Im Rechtsstaat ist es nicht Sache der Regierung, sondern von Staatsanwaltschaften und Gerichten, das Persönlichkeitsrecht und andere Belange gegen die Presse- und Kunstfreiheit abzuwägen."

Böhmermann wird angeklagt: Reaktionen im Netz

In den sozialen Netzwerken hingegen ist die Empörung über die Entscheidung der Bundesregierung groß - und wird als Angriff auf Artikel 5 des Grundgesetzes gesehen: Die Meinungsfreiheit. Auch Prominente und Politiker sind empört. Sahra Wagenknecht von der Linken teilt auf Twitter ihren Frust mit: "Unerträglicher Kotau: Merkel kuscht vor türkischem Despoten Erdogan und opfert Pressefreiheit in Deutschland."

Oliver Kalkofe macht seiner Wut auf die Regierung im sozialen Netz Luft

Besonders Comedian Oliver Kalkofe, der sich schon im Vorfeld für Böhmermann eingesetzt hat, zeigt sich entrüstet. Auf Twitter schreibt er: "Wir erlebten gerade den Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Merkel. Schäme mich für die Rückratlosigkeit." Und auf Facebook führt er aus: "Auch wenn die Zulassung einer Klage und das Verweisen an die Gerichte sachlich eine korrekte Alternative war und ist - ich persönlich schäme mich gerade ganz furchtbar... für die massive Eierlosigkeit und Rückgratschwäche unserer Regierung (wobei das Statement der Kanzlerin deutlich sagte, dass ihre Entscheidung wohl nicht von vielen mit getragen wird, weshalb sie die Erklärung auch komplett alleine abgab)." Weitere Reaktionen aus dem Netz:

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gea/bua/news.de

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