Nach Brüsseler Anschlägen: Heiko Maas: Attentäter sind keine Flüchtlinge

Für Justizminister Heiko Maas haben Terroranschläge wie in Brüssel nichts mit Flüchtlingen zu tun. Vielmehr stammt die Gefahr direkt aus Europa. Er warnt allerdings vor Parallelgesellschaften wie jene in Molenbeek.

Bundesjustizminister Heiko Maas sieht keinen Zusammenhang zwischen Flüchtlingsstrom und Terror in Europa. Bild: dpa

Bundesjustizminister Heiko Maas sieht nach den Brüsseler Anschlägen weiterhin keinen Grund dafür, einen direkten Zusammenhang zwischen dem Flüchtlingszustrom und Terrorgefahr herzustellen. "Die meisten Männer, die in den vergangenen Monaten diese grauenhaften Anschläge verübt haben, sind bei uns in Europa zu einer terroristischen Bedrohung herangewachsen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sie sind keine Flüchtlinge."

Heiko Maas: "Attentäter keine Flüchtlinge. Sie wachsen meist in Europa zu Terroristen heran"

Vielmehr müsse die Entstehung von Parallelgesellschaften verhindert werden, um Terrorismus vorzubeugen. "Solche Stadtteile wie Molenbeek sollten möglichst erst gar nicht entstehen", sagte Maas. "Die verrückte Ideologie von islamistischen Terroristen darf für niemanden attraktiver sein als das Angebot unserer freien und demokratischen europäischen Gesellschaft."

In der Brüsseler Gemeinde Molenbeek, die als Islamistenhochburg gilt, war vergangene Woche der Terrorverdächtige Salah Abdeslam gefasst worden, der für die Pariser Anschläge vom 13. November mit 130 Toten verantwortlich gemacht wird.

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jko/sba/news.de/dpa

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