Frauke Petry im ZDF-"Morgenmagazin": Hackerangriff auf AfD! Darum wurde der TV-Auftritt geschwänzt

Nach dem Wahlerfolg der AfD hat Frauke Petry ein Interview im ZDF-"Morgenmagazin" einfach geschwänzt. Und auch einen zweiten Termin hat sie nicht wahrgenommen. Als Ausrede dient ein Hackerangriff.

Ein Hackerangriff sorgte angeblich für Terminschwierigkeiten von Frauke Petry beim ZDF-"Morgenmagazin". Bild: news.de-Fotomontage (dpa)

Mit den modernen Medien hat es die selbsternannte Alternative für Deutschland offenbar nicht so. Erst rutscht Beatrix von Storch auf der Maus aus und will Flüchtlingskinder an der Grenze erschießen und nun verhindert ein Hackerangriff, dass Frauke Petry einen Interviewtermin beim ZDF wahrnehmen kann. Die AfD hat's nicht leicht.

Frauke Petry versäumt Interview im ZDF-"Morgenmagazin"

"Wir hatten von Frau Petry eine feste Zusage für ein Live-Interview kurz nach 8.30 Uhr bei uns in der Sendung. Leider ist sie nicht erschienen. Erst als die Sendung vorbei war, hat sich ihr Pressesprecher telefonisch gemeldet und sich entschuldigt", erklärte Thomas Fuhrmann, Leiter des "MoMa".

Hackerangriff auf AfD Schuld an Terminschwierigkeiten

Derweil machten Gerüchte die Runde, die der AfD-Pressesprecher dementierte. "Sie hat nicht verschlafen, sondern den Termin in ihrem Kalender übersehen", erklärte AfD-Pressesprecher Christian Lüth. Frauke Petry sei nämlich Frühaufsteherin. Laut "Spiegel Online" soll Lüth sogar einen Hackerangriff als Schuldigen für die Terminschwierigkeiten nennen. Durch eine DDoS-Attacke konnte eine E-Mail nicht an Petry weitergeleitet werden. Doch beim ZDF will man von technischen Schwierigkeiten nichts wissen. "MoMa"-Moderatorin Dunja Hayali bezog dazu auf ihrer Facebook-Seite Stellung:

Frauke Petry und das ZDF morgenmagazin – eine kurze Erklärung, weil viele von Ihnen gefragt haben, was denn da los...

Posted by Dunja Hayali on Dienstag, 15. März 2016

"Herr Lüth rief uns erst nach der Sendung zurück, mit der Aussage, es täte Ihnen leid, Frauke Petry hätte den Termin vergessen. Weder wurde dabei ein DDoS-Angriff, noch technische Probleme beim E-Mail-Versand erwähnt. Unsere Kommunikation lief über SMS und Telefon", schreibt Hayali. Wer hat nun recht?

Dann gab es vom ZDF-"Morgenmagazin" eben einen neuen Termin. Dieses Mal für den Dienstag. Und wie sollte es anders sein: Frauke Petry war schon wieder nicht zu Gast. Der Grund: Anderweitige Termine.

Die Alternative für Deutschland war vor den Landtagswahlen in drei Bundesländern in zahlreichen Talkshows präsent gewesen. Trotzdem fühlt sich die rechte Partei von den Medien insgesamt schlecht behandelt. Bei AfD-Kundgebungen wird immer wieder der Slogan "Lügenpresse" skandiert, der auch bei "Pegida"-Demonstrationen zu hören ist. Warum nimmt die AfD die Einladungen des ZDF nicht wahr?

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bua/kad/news.de/dpa

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6 Kommentare
  • Wächterrat

    16.03.2016 22:33

    Fr. Hayali hat in ihrem MoMa kurz nach dem Auftritt von Akif Pirinçci bei Pegida und dessen KZ Rede darüber "berichtet" und zwar so das der Eindruck erzeugt wurde das Pirinçci KZ's für Ausländer gefordert hätte obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits allgemein bekannt war wie das Zitat tatsächlich gelautet hatte. Ich selbst habe diese Sendung zufällig gesehen. Das nenne ich Lügenfernsehen und Fr. Hayali ist Teil davon. Kein Respekt für diese Frau.

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  • werner.4321

    16.03.2016 18:28

    Dann sollte man doch einfach klarstellen: "Mit der "Lügenpresse" wird nicht geredet" statt einfach Termin verpasst! Sowas ist dumm. Fr. Hayali ist gebürtige Deutsche mit Eltern aus dem Irak, lesbisch und sehr intelligent! Das ist natürlich ein "Feindbild". "Lügenpresse". Aber, sich nur auf deren Kommunikationswege zu beschränken erreicht nicht "Die Wähler". Wenn die AfD erst in den Parlamenten sind müssen sie doch "Farbe" bekennen!!! Oder abtauchen???? Dann sind sie 2017 weg! Ich bin gespannt auf die Berichte aus z.B. BW!!!

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  • hellboy

    16.03.2016 17:30

    Getretene Hunde jaulen. Mehr können die alten maroden Parteivereine gegenüber der neuen jungen AfD nicht. Ein erbärmliches Armutszeugnis für Schwarz-Rot-Grün-Gelb. Hetze und populistische Propaganda gegen Andersdenkende wird in den kommenden Monaten garantiert noch steigen. Das wird das Erdbeben im Herbst 2017 nicht verhindern, eher noch verstärken.

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