Präsidentschaftswahl in den USA
Proteste gegen Trump: Auftritt in Chicago abgebrochen

Donald Trump spaltet die USA wie wohl kein Präsidentschaftskandidat vor ihm. Weil es massiven Protest gibt, muss der Republikaner eine Veranstaltung in Chicago abbrechen. Es ist nicht der erste gewaltsame Vorfall in dieser Woche.

Donald Trump stößt mit seinen provokativen politischen Ansichten vielerorts auf Ablehnung. Bild: Cristobal Herrera/dpa

Mehrere tausend Menschen haben in Chicago gegen eine Veranstaltung des umstrittenen republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump protestiert. Daraufhin sagte der 69-Jährige seinen Auftritt am Freitagabend (Ortszeit) wegen Sicherheitsbedenken ab, wie sein Kampagnenteam mitteilte. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Trump-Unterstützern. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Menschen sich im Gedränge schubsten und schlugen.

Auseinandersetzungen zwischen Trump-Anhängern und -Gegnern

Etlichen Demonstranten war es gelungen, in die Veranstaltungshalle einzudringen. Manche von ihnen zerrissen Wahlkampfschilder der Trump-Kampagne. Ob es bei den hitzigen Auseinandersetzungen Verletzte gab, war zunächst unklar. Auch vor der Halle versammelten sich zahlreiche Protestierer. Laut der Zeitung "Chicago Tribune" blockierten manche von ihnen eine Auffahrt. Die Polizei führte mehrere Personen ab und löste die Proteste letztlich auf.

Kritik an Donald Trumps politischen Ansichten

Ein Demonstrant sagte dem Sender CNN: "Ich protestiere, weil ich schwarz bin und mexikanisch und weil ich mir nicht sicher bin, wo er (Trump) mich hin abschieben würde. Aber ich habe jeden Tag in Chicago mit Rassismus zu tun - und ich habe genug." Trump hat immer wieder mit rechtspopulistischen Äußerungen für Aufsehen gesorgt. So will er eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten, um illegale Einwanderer abzuhalten.

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Trump verteidigte die Absage seines Auftritts in Chicago: "Ich wollte nicht, dass jemand verletzt wird", sagte er dem Sender CNN. "Ich glaube, wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Auch wenn damit das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt wird."

FOTOS: Die epischsten Bilder Donald Trump: US-Wahlkampf oder Satire?

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