Tumulte in Reutlingen
Bombendrohung bei AfD-Wahlkampfveranstaltung

Am Donnerstagabend ist eine Wahlkampfveranstaltung der "Alternative für Deutschland" in Reutlingen von Tumulten überschattet worden: Es kam zu Sitzblockaden, ein Gegendemonstrant verletzte einen Polizisten. Auch eine Bombendrohung soll es gegeben haben. Parteichefin Frauke Petry hatte ihre Teilnahme abgesagt, doch schon am Samstagnachmittag könnten sich Szenen wie diese andernorts wiederholen.

Am 29. Januar kam es im baden-württembergischen Reutlingen schon einmal zu Protesten gegen eine Versammlung der AfD. Damals wurden drei Polizisten verletzt. Bild: dpa

Mehrere hundert Demonstranten haben am Donnerstagabend eine Wahlkampfveranstaltung der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) in Reutlingen gestört. Dabei kam es laut Polizeiangaben zu Sitzblockaden und vereinzelten körperlichen Angriffen. Ein Polizist erlitt leichte Verletzungen, nachdem ein 30-Jähriger ihn mit einem Transparent geschlagen hatte. Der Mann wurde festgenommen.

Bombendrohung in Reutlingen

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, schützten mehr als 250 Beamte am Donnerstagabend den Wahl-Endspurt in der Stadthalle. An den Absperrungen davor sollen rund 500 Gegner aus der linksautonomen Szene versucht haben, Teilnehmer am Zutritt zu hindern. Auch eine Bombendrohung soll es gegeben haben: Der Telefonanruf sei allerdings so "diffus" gewesen, dass man von einer Räumung der mit 400 Teilnehmern gefüllten Halle abgesehen habe. Dennoch werde wegen Störung des öffentlichen Friedens ermittelt.

Frauke Petry sagte ihre Teilnahme ab

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hatte ihren Auftritt in der Stadthalle abgesagt. IG Metall, DGB und Verdi sowie das "Bündnis für Toleranz und Vielfalt Reutlingen" hatten zu einer Gegenkundgebung aufgerufen, bei der es friedlich blieb.

Zuletzt kam es am 29. Januar in Reutlingen zu Protesten gegen eine Versammlung der AfD. Damals wurden drei Polizisten verletzt.

FOTOS: Alternative für Deutschland Der AfD-Aufstieg in Bildern

Polizei-Großaufgebot auch am Samstag in Freiburg

Auch eine AfD-Veranstaltung in Breisach am Rhein in der Nähe von Freiburg wird am Samstagnachmittag von einem Großaufgebot der Polizei begleitet werden. Dort soll Parteichefin Petry auftreten. Eine Polizeisprecherin sagte, neben einer angemeldeten Gegendemonstration mit Vertretern aus dem bürgerlichen Lager müsse auch mit Störungen und Provokationen gerechnet werden.

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lid/news.de/dpa

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9 Kommentare
  • Hermann de Schreiber

    15.03.2016 19:01

    Einigkeit und Recht und Freiheit, nur noch leere Worte? Die Altparteien glauben, sie hätten die Demokratie gepachtet. Vereint schlagen sie auf die " Popolisten" ein, wenn sie so weiterhetzen bis zur Bundestagswahl, kann die AFD in den Bundestag einziehen. Übrigens Populo kommt von Volk (lat.) Also ist die AFD die neue Volkspartei,

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  • Peter Landgraf

    15.03.2016 18:37

    Wenn es für die herrschenden Verbrecher hier um das nackte Überleben ginge, würden sie keinen Augenblick zögern das eigene Volk nieder zu kartätschen,die Legitimation haben sie ja schon! Das würde anders laufen.als 1989 in der DDR,als die Regierung es nicht mehr wagte Waffen einzusetzen, Dieses Regime aber würde keine Skrupel kennen den Wahnsinn durchzusetzen!

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  • Karl-Heinz Kasch

    12.03.2016 15:01

    DAS ist also die von der Systempresse so viel gerühmte "Meinungsfreiheit"? Hängt das vielleicht mit der dummdreisten hetzerischen, demokratie-, volks-, menschenfeindlichen Politik zusammen? Ist das jetzt die aufgehende Saat? Hetze, Desinformation, Lügen, Verleumdung, Verblödung, Beleidigungen, Gewalt als "legitimes Mittel",... ist das die Erfüllung des Informationsauftrages laut GG? Stehen uns ein 2. gewaltsames Ende der "Weimarer Republik" bevor? SAntifa Schläger (vom Staat mit Steuergelder bezahlte, zum Machterhalt), Wasserwerfer gg. Demos, habt Ihr ja schon. Ansonsten SIEHE: Wählerin!

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