03.03.2016, 12.54 Uhr

Landtagswahlen 2016: Teurer Wahlkampf! Wie finanziert sich die AfD?

Wahlplakate, Werbespots, Wahlauftritte. Die AfD investiert viel in den Kampf um die diesjährigen Landtagswahlen. Doch woher nimmt die Partei die dafür benötigten Millionenbeträge? Ein Bericht enthüllt: Die AfD schwimmt offenbar im Geld!

AfD-Chefin Frauke Petry: Agieren im Verborgenen. Bild: dpa

Allein der Spendenaufruf Anfang Dezember 2015 hat der Alternative für Deutschland (AfD) bereits Einnahmen in Höhe von mehreren Millionen bereitet. Das zunächst angestrebte Ziel von zwei Millionen Euro war nach nur dreieinhalb Wochen erreicht.

Seither sollen rund vier Millionen Euro auf die Konten der Partei geflossen sein, wie AfD-Pressesprecher Christian Lüth gegenüber der deutschen Presseagentur (dpa) erklärte. Ob es sich dabei lediglich um Gelder aus der Spendenaktion handelt, wurde nicht genannt. Gerüchte, die Partei würde Finanzhilfen aus Russland erhalten, winkte der AfD-Mann ab. Auch eine Einzelspende über 50.000 Euro habe es nicht gegeben.

Wahlkampffinanzierung der AfD: Bereits 6,4 Millionen im Januar

Einem "n-tv"-Bericht vom Januar zufolge hatte die AfD neben den Einnahmen aus dem Spendenaufruf zusätzlich rund 1,1 Millionen Euro durch Spendengeldern aus den Landes- und Kreisverbänden eingenommen. Hinzu wären 400.000 Euro Zuschuss sowie weitere zwei Millionen vom Staat als Teilfinanzierung der Wahlkampfkosten gekommen. Der Nachrichtensender bezifferte die der Partei für das laufende Jahr zur Verfügung stehende Summe damals bereits mit 6,4 Millionen Euro.

Ein ähnlicher Betrag stand der AfD angeblich auch im vergangenen Jahr zur Verfügung. Dieser habe sich zu jeweils 30 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, sowie weiteren 40 Prozent aus der staatlichen Finanzierung ergeben.

Dunkelziffer Goldhandel: Wie viel Geld besitzt die AfD?

Was jedoch weder "ntv" noch "dpa" nennen, sind die Gewinne aus dem noch immer laufenden Goldhandel, mit dem sich die AfD bis Ende vergangenen Jahres finanzierte. Dank eines Schlupflochs hatte die Partei auch auf Einnahmen aus diesem Bereich staatliche Zuschüsse erhalten. Die Gesetzesänderung im Dezember setzte dem letztendlich einen Riegel vor.

Bleibt die Frage, über wie viele Gelder die Rechtspopulisten derzeit tatsächlich verfügen - und wie die junge Partei diesen Betrag tatsächlich anhäufen konnte. Gegenüber "n-tv" gaben sich die Rechtspopulisten offenbar selbst überrascht. Einem Sprecher zufolge habe man selbst mit "nur" fünf Millionen gerechnet.

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mie/news.de/dpa

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