Ifo-Chef Hans-Werner Sinn warnt
Kostet uns jeder Flüchtling 450.000 Euro?

Der scheidende Ifo-Chef Hans-Werner Sinn warnt vor den enormen Kosten der Flüchtlingskrise. Asylbewerber müssten so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Zudem kritisierte er Merkels Flüchtlingspolitik und warnt vor dem Schulterschluss mit der Türkei. Hier erfahren Sie die Hintergründe.

Top-Ökonom Hans-Werner Sinn befürchtet hohe Kosten durch die Flüchtlingskrise. Bild: Michael Kappeler / dpa

Top-Ökonom Hans-Werner Sinn befürchtet durch die Flüchtlingskrise enorme Kosten für Deutschland. Wenn es nicht schnellstmöglich gelinge, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, drohe dem deutschen Staat ein finanzielles Desaster. Zudem setzt er sich für eine Verschärfung der Grenzkontrollen ein und kritisiert die Kanzlerin für ihre Flüchtlingspolitik

Bernd Raffelhüschen warnt vor Kosten durch Flüchtlinge

Sinn beruft sich auf Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen. Dieser geht davon aus, dass jeder Flüchtling den deutschen Staat etwa 450.000 Euro kostet. Seine Zahlen basieren auf der Annahme, dass Deutschland für eine Million Flüchtlinge über ihre gesamte Lebensdauer netto 450 Milliarden Euro ausgeben müsste.

Dabei hält der ehemalige Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) diese Zahl sogar noch zu niedrig: Seiner Meinung nach wäre die Einschätzung nur dann richtig, wenn Flüchtlinge genau so schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten, wie frühere Einwanderer. Allerdings hält er dies aufgrund der geringen Qualifikation der meisten Asylbewerber für unrealistisch. Besonders syrische Flüchtlinge hätten seiner Meinung nach Probleme mit einfachsten Aufgaben wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Auch interessant: IKEA gibt Flüchtlingen eine Chance – So sollen Asylsuchende die Schweizer Wirtschaft ankurbeln.

Ifo-Präsident fordert: Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

Dennoch müsse die Politik versuchen, Flüchtlingen so schnell wie möglich Arbeit zu verschaffen. Dadurch würden nicht nur Kosten gesenkt: Asylbewerber könnten mit deutschen Kollegen besser integriert werden und Sprache und Kultur kennenlernen. Zur Not müsse es dafür auch Ausnahmen beim Mindestlohn geben.

Weiterhin unterstütze er den Vorschlag von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), die Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge ins Gespräch brachte: "Das ist ein guter Vorschlag. Man verlangt quasi eine Gegenleistung für die Sozialhilfe. Die Sozialhilfe wird so zum Arbeitslohn," so Sinn laut der "Welt".

Lesen Sie auch: Deutscher Arbeitsmarkt kann 350.000 Flüchtlinge aufnehmen.

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24 Kommentare
  • Peter Landgraf

    07.03.2016 17:12

    Werner, Du hast wieder mal nicht erkannt,das verfehlte Themen stets Dein Part sind! Ich werde Dir da nicht "reinpfuschen"! Werner Du erreichst das Klassenziel nicht,dann musst Du sitzen bleiben-Parodie!

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  • werner.4321

    07.03.2016 15:25

    Landgraf, Thema verfehlt! Benotung unmöglich!

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  • Peter Landgraf

    07.03.2016 13:44

    T2 den ich anschnitt zur Wirkung, aber um das zu erkennen muss man sein Hirn erst einmal einschalten! Werner Du wirst nie die Zusammenhänge begreifen, weil Du verblendet und zugenagelt bist, und nur eines beherrschst Deine pervertierte Ideologie zu vertreten", als willfähriger Lakai dieses Verbrecherstaates! es bleibt dabei, mangelndes Grundwissen Note 6 setzen!

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