Nach Clausnitz und Bautzen
Große Mehrheit schämt sich für Gewalt gegen Flüchtlinge

Laut einer Umfrage schämt dich die Mehrheit der Deutschen für die gewalttätigen Übergriffe auf Flüchtlingsheime. Zudem ist ein Großteil der Meinung, dass die Behörden Asylbewerber nicht ausreichend vor fremdenfeindlichen Übergriffen schützen. Sind die "besorgten Bürger" doch nicht "das Volk"?

Angeheizt durch "asylkritische" Demonstrationen nimmt die Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland zu. Die Mehrheit lehnt das ab. Bild: Ralf Hirschberger / dpa

Im Februar häuften sich die asylkritischen Übergriffe auf geplante Flüchtlingsunterkünfte. Mit der Blockade in Clausnitz und dem Brandanschlag in Bautzen schaffte es Sachsen erneut in die Schlagzeilen. Laut einer Umfrage von ARD-DeutschlandTrend verurteilt jedoch ein Großteil der Deutschen derartige Übergriffe, sodass der oft gehörte Protestruf "Wir sind das Volk" wohl doch nicht ganz zutrifft.

83 Prozent schämen sich für gewalttätige Übergriffe

Die große Mehrheit der Deutschen schämt sich für die gewalttätigen Proteste gegen Flüchtlinge. Laut der DeutschlandTrend-Umfrage gaben 83 Prozent der Befragten an, sich für Übergriffe, etwa auf geplante Flüchtlingsunterkünfte, zu schämen. Im Vergleich zu einer Studie vom September 2016 sank der Wert allerdings um 4 Prozent. Gleichzeitig fordern 76 Prozent, dass Politiker derartige Angriffe stärker verurteilen.

Lesen Sie auch: Politiker und Wirtschaft besorgt - Deutschland droht Imageschaden durch Fremdenhass.

ARD-Umfrage: Staat schützt Flüchtlinge nicht genug

Die Politik der Bundesregierung hat bei den Befragten auch einen schlechten Stand. Während 42 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung sind, dass der Staat genug tut, um Flüchtlinge und Ausländer vor tätlichen Übergriffen zu schützen, wünscht sich die Mehrheit von 58 Prozent mehr Einsatz vonseiten der Polizei und der Behörden.

Lesen Sie hier: 100 Millionen Euro im Kampf gegen Rechts – "Staatsversagen"! Politiker reagieren mit harten Maßnahmen.

Flüchtlingskrise 2016: Mehrheit für europäische Lösung

Befragt nach einer möglichen Lösung für die Flüchtlingskrise sprechen sich über Dreiviertel der Befragten für einen europäischen Ansatz aus, nur 20 Prozent halten nationale Lösungen für sinnvoll. Allerdings sind nur 32 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung, dass eine Lösung der Flüchtlingskrise auf europäischer Ebene überhaupt gelingen kann.

Angela Merkels Flüchtlingspolitik laut Umfrage unbeliebt

Dennoch ist ein Großteil der Bürger nicht mit der jetzigen Flüchtlingspolitik einverstanden: 59 Prozent sind mit Angela Merkels Asylstrategie "weniger, beziehungsweise gar nicht zufrieden". Auch die Einführung einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen wird von den Deutschen befürwortet, 63 Prozent sind laut Umfrage für eine Begrenzung.

Bei der Frage nach einem Deal mit der Türkei sind sich die Teilnehmer jedoch uneinig: Während 46 Prozent dafür sind, dass die Türkei Geld für die Grenzsicherung und die Aufnahme von Flüchtlingen erhalten soll, hält knapp die Hälfte der Befragten eine solche Abmachung für "eher schlecht".

FOTOS: 2015 - Das Jahr der Flüchtlinge Die Flüchtlingskrise in Bildern

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

jat/sam/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

60 Kommentare
  • kanitvastan

    11.03.2016 12:30

    werner4321, ich gab ihnen die steilvorlage für das wort assimilierung und fragen mich, ob ich den unterschied zwischen assimilierung und intergration kenne...wie dummdreist sind Sie eigentlich ! ihr unsinn, den Sie hier verbreiten wollen, zeigt einmal mehr, wie wichtig und wertiger Sie vorgeben, zu sein.

    Kommentar melden
  • Peter Landgraf

    08.03.2016 17:55

    Werner Deine sogen. Kommentare braucht man nicht zu verfälschen, denn dafür sorgst Du selbst,indem Du die Realität verfälscht! Übrigens ich lasse mir von einem wie Dir keinen Maulkorb umhängen Sind integrieren und assimilieren jetzt Deine Lieblingswörter geworden?

    Kommentar melden
  • werner.4321

    08.03.2016 14:28

    Ach, kanitvastan, wenn ich mich assimilieren möchte, würde ich doch hier gar nicht schreiben! Wie unsinnig ist doch Ihre Unterstellung! Nein, ich bin nicht wertiger als Sie, sie aber auch nicht als ich! Ich habe Werte, ethische Werte, die ich für Grundsätzlich halte!!! Kategorischer Imperativ für einfache: Wenn ich nicht will, dass man mich beklaut, dann darf ich das auch nicht. Mich belügt, beleidigt, usw. Kennen SIE den Unterschied zwischen Assimilierung und Integration???

    Kommentar melden

Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser