Super Tuesday in den USA
Das sind die aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten

Am Dienstag ist Super Tuesday in den USA. Zwölf Bundesstaaten und das US-Territorium Amerikanisch Samoa wählen ihren Präsidentschaftskandidaten sowohl für die Demokraten als auch die Republikaner. Doch wer tritt da eigentlich an außer Donald Trump?

Marco Rubio bei einer Wahlveranstaltung in Dallas, Texas. Bild: dpa

Es ist der wohl wichtigste Tag der Primary Season, der Vorwahlen in den USA für den Präsidentschaftskandidaten sowohl der Demokraten als auch Republikaner. Am sogenannten Super Tuesday wird in Alabama, Arkansas, Colorado, Georgia, Massachusetts, Minnesota, Oklahoma, Tennessee, Texas, Vermont, Virginia, Wyoming und Amerikanisch Samoa entschieden, wen die zwölf Staaten sowie das zu den USA gehörende Territorium als Kandidaten für den Kampf um die US-Präsidentschaft ins Rennen schicken wollen.

Dabei wurde das Bewerberfeld in den vergangenen Wochen bereits deutlich ausgedünnt. Zuletzt hatte der Republikaner und Ex-Gouverneur Jeb Bush seinen Rückzug aus dem Wettstreit verkündet, nachdem der Bruder von George W. Bush auch in South Carolina nur ein mäßiges Ergebnis verzeichnen konnte. Ein Wettrennen der alten Dynastien Clinton und Bush wird es somit im September bei der eigentlichen Präsidentschaftswahl nicht geben. Doch wer gehört denn nun zu den aussichtsreichsten Kandidaten?

Super Tuesday in den USA: Hillary Clinton und Bernie Sanders kämpfen um die Demokraten

Die Kandidaten der Demokraten: Bernie Sanders und Hillary Clinton. Bild: dpa

HILLARY CLINTON (68) unterlag 2008 Barack Obama in den innerparteilichen Vorwahlen. Der machte sie später zur Außenministerin. Diesmal gilt die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton als große Favoritin bei den Demokraten - auch wenn ihr Kontrahent Bernie Sanders ihr mehr zu schaffen macht, als ihr lieb sein kann. Clinton hat als einzige Bewerberin überhaupt ein politisches Profil im Ausland. Sie steht für eine Fortsetzung der Außenpolitik Obamas, einen härteren Kurs gegen die Waffenlobby und soziale Erleichterungen für Familien.

BERNIE SANDERS (74) hingegen ist der erfahrenste Parlamentarier im Rennen um das Präsidentenamt. 1990 wurde er erstmals ins Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 2006 ist er Senator für den Staat Vermont. Sanders bezeichnet sich selbst als "demokratischer Sozialist" und wurde lange als krasser Außenseiter erachtet.

Gerade unter Studenten zählt Sanders jedoch als klarer Favorit, schließlich setzt er sich für die Abschaffung der Studiengebühren ein - und eine liberalere Drogenpolitik. Zudem fordert er eine striktere Regulierung von Banken und Finanzmärkten und setzt sich vehement für die Besteuerung der Reichen ein. Bei seinen Wahlauftritten strotzt der 74-Jährige nur so vor Energie.

Aktueller Stand der US-Vorwahlen auf Seiten der Demokraten

Bundesstaat Stimmen für Clinton in Prozent Stimmen für Sanders in Prozent
Iowa 49,9 (23 Delegierte) 49,6 (21 Delegierte)
New Hampshire 38,0 (9 Delegierte) 60,4 (15 Delegierte)
Nevada 52,6 (20 Delegierte) 47,3 (15 Delegierte)
South Carolina 73,5 (39 Delegierte) 26,0 (14 Delegierte)

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