Politiker und Wirtschaft besorgt
Deutschland droht Imageschaden durch Fremdenhass

Die Vorfälle von Bautzen und Clausnitz, Anschläge auf Flüchtlingsheime und Aufmärsche der "besorgten Bürger" sind nicht nur in Deutschland Thema. Nun befürchten Politiker und Wirtschafts-Experten einen Imageschaden - mit schlimmen Konsequenzen.

Demonstrationszug des islam- und flüchtlingsfeindlichen Pegida-Ablegers "Karlsruhe wehrt sich". Bild: Arne Dedert/dpa

Bundestagsabgeordnete von Union und Grünen sorgen sich angesichts der fremdenfeindlichen Auswüchse in Sachsen um einen Imageschaden für Deutschland. "Diese furchtbaren und widerlichen Anfeindungen gegen Flüchtlinge sind für das deutsche Image im Ausland Gift", sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs der "Rheinischen Post". Fuchs warnte zugleich davor, Sachsen mit ganz Deutschland gleichzusetzen.

Hat der Fremdenhass wirtschaftliche Folgen für Deutschland?

Ähnlich äußerte sich der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Dieter Janecek: "Wer will noch investieren in ein Land, wo eine solche Feindseligkeit gegenüber Ausländern herrscht und in dem man sich als Fremder nicht sicher sein kann, dass man von der Polizei beschützt wird?" Grünen-Fraktionsvize Kerstin Andreae sagte derselben Zeitung: "Die Botschaft dieser Bilder nach außen ist, dass wir keine weltoffene und tolerante Gesellschaft sind. Das hat ganz klar negative Konsequenzen für unser Image bei Investoren, Fachkräften und Wissenschaftlern im Ausland."

"Brennende Flüchtlingsheime sind eine Schande für Deutschland"

Zu den Warnungen, Übergriffe und Fremdenfeindlichkeit könnten auch der deutschen Wirtschaft schaden, sagte der scheidende Präsident des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn: "Die Gefahr besteht durchaus." Der "Passauer Neue Presse" sagte er: "Brennende Flüchtlingsheime sind eine Schande für Deutschland. Das sind bedauerliche Entwicklungen, die nicht nur dem Bild Deutschlands in der Welt, sondern auch der deutschen Wirtschaft schaden können."

Bundestag debattiert über fremdenfeindliche Vorfälle in Sachsen

Der Bundestag debattiert an diesem Mittwoch (13.00 Uhr) über die jüngsten fremdenfeindliche Vorfälle in Sachsen. In Clausnitz hatte ein Mob von etwa 100 Leuten die Ankunft eines Busses mit Flüchtlingen blockiert. In Bautzen bejubelten Schaulustige den Brand einer geplanten Flüchtlingsunterkunft.

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gea/sba/news.de/dpa

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25 Kommentare
  • Karl-Heinz Kasch

    25.02.2016 19:47

    Die nächsten Lügen der Systempresse! Habt Ihr mit Brandermittlern vom "Prinz Eugen", bzw. vom "Husarenhof" gesprochen? Habt Ihr Euch mal Eure Bilder angesehen? Wie soll das gehen: Von außen den Dachstuhl (nur den Dachstuhl) anzünden? Ist es genauso "wahr" wie Eure Berichte von Trøglitz? Warum kommt kein Bericht von der 3 maligen Brandstiftung durch Asylforderer in der ZASt Halberstadt,...? Passt das nicht zu Eurem Kadavergehorsam? Wer hat mit den Leuten von Clausnitz gesprochen? Warum werden die Originalvideos solange geschnitten bis sie passen? U.a. Heidenau, warum gibt es das Originalvideo

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  • Peter Landgraf

    25.02.2016 15:32

    Den sogen. Imageschaden hat doch das Merkel-Regime zu verantworten, denn die berechtigten Reaktionen der Bürger wurden durch diese Volksbetrüger verursacht!Alles was passiert ist eine Reflexion der Politik des Merkel-Regimes, erst in Krisengebiete Waffen exportieren und dann schreien Ihr Kinderlein kommet und wenn man der Probleme nicht mehr Herr wird,diejenigen,welche vor dieser Entwicklung gewarnt haben und warnen als Pack und Mob verunglimpfen!Von den Lügenmedien wird dann noch der Brandbeschleuniger geliefert und fleißige Trommler wie mattenb und werner.4321 machen die Musik dazu!

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  • 0815

    25.02.2016 11:32

    Salange wir brav zahlen haben wir ein gutes Image. Nein danke, dann lieber eine kleinere Bevölkerung im Land und eine kleinere Volkswirtschaft, als in diesem Hamsterrad zu sitzen und sich für fremde interessen abstrampeln. Deutschland ist kein Kolonialgebiet vor allem nicht für Moslems, die bitte alle abschieben.

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