Nach Plagiatsaffäre
Was macht eigentlich Karl-Theodor zu Guttenberg heute?

Nachdem sich Karl-Theodor zu Guttenberg aufgrund der Plagiatsaffäre aus der deutschen Politik zurückziehen musste, versucht er sein Glück jetzt als Investor in den USA. Wir verraten Ihnen, wie der ehemalige Verteidigungsminister sein Geld verdient.

Karl-Theodor zu Guttenberg verdingt sich heute als erfolgreicher Investor in den USA. Bild: Hannibal Hanschke / dpa

Nach seinem unrühmlichen Abgang aus der deutschen Politik hat Karl-Theodor zu Guttenberg wieder Fuß gefasst. 2011 sorgte die Plagiatsaffäre um seine Dissertation zum Thema "Verfassung und Verfassungsvertrag" dafür, dass er von seinem Amt als Verteidigungsminister zurücktreten musste. Die Staatsanwaltschaft in Hof erkannte in seiner Doktorarbeit 23 Textpassagen, die als strafrechtlich relevante Urheberrechtsverletzungen gewertet wurden. Obwohl das Ermittlungsverfahren im November 2011 gegen eine Zahlungsauflage von 20.000 Euro eingestellt wurde, war Guttenberg für die Politik nicht mehr tragbar. Nun versucht er sein Glück in den USA.

Scheitern als Chance: Karl-Theodor zu Guttenberg in den USA

Nach dem Ende seiner politischen Karriere übernahm Guttenberg verschiedene bezahlte und unbezahlte Berater-Jobs, unter anderen in einer EU-Kommission zum Thema Internetfreiheit und bei Lufthansa. Mittlerweile zieht es ihn dagegen eher in die Vereinigten Staaten von Amerika. Im Gespräch mit "t3n" erklärte er, dass er vor allem die Mentalität der Amerikaner schätze: Wer hierzulande mit einer guten Idee scheitert und dadurch an Erfahrung gewinnt, werde von der Gesellschaft nicht entsprechend honoriert. Ganz anders dagegen in den USA: Dort sei man bereit, Risikos einzugehen und neue Ansätze auszuprobieren. Das Ergebnis sei zweitrangig. Dies zeige sich auch an der dortigen Gründerszene, die im Vergleich zu deutschen Start-Ups deutlich innovativer sei.

Karl-Theodor zu Guttenberg als Investor für neue Technologien

Dies hat Guttenberg wahrscheinlich auch dazu veranlasst, in den USA als Investor für neue Technologien aufzutreten. Der adelige Freiherr interessiert sich dabei laut "t3n" vor allem für Biomedizin, Cyber-Sicherheit und Künstliche Intelligenz. Für einen Verfechter von Internetsperren und Vorratsdatenspeicherung durchaus ungewöhnlich.

FOTOS: Comebacks Politische Stehaufmännchen
zurück Weiter Nach seinem Rücktritt wegen der Plagiatsaffäre startet Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in Amerika durch. (Foto) Foto: dpa/M. Becker/Archiv Kamera

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3 Kommentare
  • Alwin Albrecht

    27.02.2016 18:52

    @Kassandra "Oder meint man, daß Politfiguren wie Stegner, Wowereit, Gabriel, Roth, Özdemir, Beck und viele andere, die sich in den Talkshows tummeln, auch nur annähernd das Wasser reichen können!?" Da gebe ich Ihnen Recht, aber glauben Sie im Ernst, das in der heutigen Situation ein Herr Guttenberg irgend etwas bewirken könnte. Vielleicht wurde er ja auch gerade deswegen "politisch kaltgestellt". Eine Frau Ursula von der Leyen hatte ja mit gleichen Vorwürfen zu tun. Ist denn da etwas passiert? Schön weiter Flinten bestellen, dann klappt das auch mit der Kanzlerin.

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  • Kassandra

    25.02.2016 10:57

    Das sehe ich aber ganz anders als Herr Albrecht. Die Sache mit den Plagiatsvorwürfen war und ist so eine Sache. Sicher ist, daß Deutschland mit von Guttenberg einen der fähigsten Politiker verloren hat, den es in den letzten Jahrzehnten hatte. Oder meint man, daß Politfiguren wie Stegner, Wowereit, Gabriel, Roth, Özdemir, Beck und viele andere, die sich in den Talkshows tummeln, auch nur annähernd das Wasser reichen können!?

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  • Alwin Albrecht

    24.02.2016 18:49

    Wir haben doch weiss Gott genug Politiker die mit Plagiatsvorwürfen und Unfähigkeit glänzen. Der soll nur bleiben wo er ist, da ist der gut aufgehoben.

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