Hitlergruß
Freitaler Neonazi zu Geldstrafe verurteilt

Im sächsischen Freital kam es im Sommer 2015 vermehrt zu Protesten gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft. Dabei wurden unter anderem rechte Parolen gerufen und mehrfach der Hitlergruß gezeigt. Ein Freitaler musste sich dafür jetzt vor Gericht verantworten.

Freitaler demonstrieren für dem ehemaligen Hotel Leonardo. Unter ihnen: Silvio T. Bild: Oliver Killig / dpa

Bei einer Anti-Asyl-Demo im sächsischen Freital kam es im Juni 2015 zu lautstarkem Protest sogenannter "Besorgter Bürger". Die Asylkritiker beschimpften nicht nur Flüchtlinge und Gegendemonstranten, sondern skandierten rechte Parolen und zeigten den verbotenen Hitlergruß. Nun musste sich der erste Anwohner vor Gericht dafür verantworten.

Freitaler muss 1.320 Euro für Hitlergruß zahlen

Ein Teilnehmer der aufgeputschten Menge war der Freitaler Silvio T. (48). Auf Fotos ist klar zu erkennen, wie der Stiefvater von Pegida-Rednerin Alina (16) am 26. Juni 2015 mehrfach den Hitlergruß zeigte. Das Amtsgericht Dippoldiswalde verurteilte ihn dafür jetzt zu einer Geldstraße von 1.320 Euro. Im Prozess wurde der Angeklagte von "Ufo-Anwalt" und Pegida-Ordner Jens Lorek vertreten, der am fraglichen Tag auch als Versammlungsleiter aufgetreten war.

Angeklagter behauptet: Fotos mit Hitlergruß sind gefälscht

Silvio T. hat den Hitlergruß vor der Verhandlung abgestritten und sogar behauptet, dass die Fotos, die ihn eindeutig mit erhobenem Arm zeigen, gefälscht wären. Zudem blieb der Angeklagte bei seiner Aussage, er habe lediglich "gewunken". Ein Foto-Sachverständiger aus Bayern und diverse Beamte der Polizei konnten dies jedoch widerlegen. Laut dem Experten sei auf den Bildern deutlich zu erkennen, wie Silvio T. seinen rechten Arm zum "Deutschen Gruß" erhebt.

Freital: Gewalt gegen Andersdenkende eskaliert

In Freital radikalisierte sich die Stimmung nach dem Protest am 26. Juni noch weiter. Kurz danach brannte ein damals noch unbewohntes Flüchtlingsheim im rund 30 Kilometer entfernten Meißen. Einen Monat später verübten Unbekannte einen Sprengstoffanschlag auf das Auto des Freitaler Stadtrats Michael Richter (Die Linke). Auch das örtliche Büro der Linkspartei war Ziel eines Anschlags. Zuletzt kam es in Sachsen in Clausnitz und in Bautzen zu pogromartigen Zuständen vor geplanten Flüchtlingsunterkünften.

Lesen Sie auch: Warum hetzt man in Sachsen gegen Flüchtlinge?

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jat/sam/news.de

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14 Kommentare
  • Peter Landgraf

    27.02.2016 14:38

    Herr Albrecht. Die von Ihnen benannte Person, mattenb & Co sind doch die gedungenen Schmierfinken, die hier den Aufrag haben zu provozieren,ein kläglicher Versuch die "Ideologie" der Regierungsmafia unter das Volk zu bringen,o.g. haben nur die Aufgabe eine demagogische Giftspur hinter sich her zuziehen!

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  • Alwin Albrecht

    25.02.2016 17:45

    "IchBinJaKeinNaziAber" ..eventuell ein Depp, sonst würden Sie nicht so einen Schwachsinn posten. Das sind keine rechten Kommentare, hier wird nur versucht, richtig zu stellen, was durch deutsche Medien an Propaganda-Falschmeldungen auf die Bevölkerung "losgelassen" wird. Ich warte immer noch auf die Sendezeit beim ZDF. Das dürfen aber nur ausgesuchte Personen, damit ja nichts "falsches" an die Öffentlichkeit dringt.

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  • Peter Lange1

    25.02.2016 17:14

    mattenb. Nur eine Zahl: Wenn das stimmt, was Sie hier wieder absondern, wie erklären Sie dann die 78.000 Polizeieinsätze alleine im letzten Jahr nur in NRW, wie erklären Sie den Kriminalitätsanstieg um über 70 % ebenfalls allein im letzten Jahr, wie erklären Sie die über 1.000 alleine in Köln zusammengerotteten Krimin... upps für Sie: kulturellen Bereicherer, eindeutig zu kriminellen Straftaten? Warum lesen wir nichts von den Brandstiftungen durch Asylforderer (ZAST Halberstadt, seit Dez. 3 Mal,...) Warum dürfen solche Leute in Buntistan wählen? Und und und!

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