Flüchtlingskrise 2016
Macht die EU jetzt die Grenzen dicht?

Laut einem Bericht einer Belgrader Tageszeitung plant die EU, schon bald ihre Außengrenzen für Flüchtlinge zu schließen. Kapselt sich die Europäische Union nun endgültig ab?

Laut einem Zeitungsbericht könnte die EU im März ihre Außengrenzen für Flüchtlinge schließen. Bild: Thomas Brey / dpa

Durch die Verschärfung der Flüchtlingskrise werden immer mehr Stimmen laut, die eine sofortige Schließung der EU-Außengrenze fordern, um den Zustrom von Asylbewerbern zu stoppen. Laut einer Tageszeitung aus Belgrad könnte dieses Vorhaben jetzt überraschend schnell umgesetzt werden.

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Tageszeitung: EU-Grenzen sind ab März dicht

Wie die Belgrader Tageszeitung "Danas" berichtet, könnte es bereits am ersten März soweit sein. Das Blatt beruft sich auf interne Informationen aus einer EU-Kommission in Brüssel. Demnach sollen die Außengrenzen Schritt für Schritt für bestimmte Nationalitäten geschlossen werden. Zunächst sollen keine Flüchtlinge aus dem Irak mehr einreisen dürfen. Anschließend könnte das Verbot auch auf Afghanistan und zuletzt Syrien ausgeweitet werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich in der Vergangenheit entschieden gegen Grenzschließungen aus.

Ungarn schließt Eisenbahn-Grenzübergänge zu Kroatien

Ungarn schließt bereits ab diesem Sonntag seine drei Eisenbahn-Grenzübergänge zum EU-Nachbarn Kroatien. Dies berichteten ungarische Medien am Freitag. Die Maßnahme sei vorerst auf 30 Tage befristet und erfolge "im Interesse der öffentlichen Sicherheit", heißt es in der Verordnung des ungarischen Innenministers Sandor Pinter, die am Vortag im Amtsblatt veröffentlicht worden war. Eine nähere Begründung enthält das Dokument nicht.

Betroffen sind die Eisenbahn-Grenzübergänge Murakeresztur-Kotoriba, Gyekenyes-Koprivnica und Magyarboly-Beli Manastir. Ungarn schottet sich mit Zäunen an seiner Südgrenze gegen Flüchtlinge ab. Auch an der Landgrenze zu Kroatien befinden sich Sperranlagen. Zum Teil markieren die Flüsse Mur und Drau die Grenze.

Einreise nur noch für Kriegsflüchtlinge

EU-weit sollen Flüchtlinge bei der Einreise in Zukunft schärfer kontrolliert werden. Nach Informationen von "Danas" soll künftig strenger geprüft werden, ob Neuankömmlinge wirklich aus Krisengebieten stammten. Demnach sollen demnächst nur noch Kriegsflüchtlingen die EU-Außengrenzen passieren dürfen. Außerdem soll geprüft werden, ob die Einreisewilligen bereits Verwandte in Ländern der Europäischen Union haben. Auch die Personalien, aber auch Sprache und Mundart könnten demnach gründlicher erfasst werden.

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19 Kommentare
  • werner.4321

    22.02.2016 13:30

    Frau Flutsch, boersennews.de, das sagt schon der Name, bringt Themen aus der Börse, also Themen für Aktionäre, zB. von Allianz und von vielen Pharmakonzernen. Deren Interesse sind NUR PROFITE! Daher muss man boersennews.de immer ein gewisses Vorurteil zumuten! Also mal ALLE Informationen hinterfragen! Wem nützen Sie? Natürlich auch meine! Nützt es mir Euch mit meinen Erlebnissen anzulügen??? Das könnten nur Spinner glauben!!!

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  • werner.4321

    22.02.2016 13:21

    Und nun: Zitat:"....KK-Beitrag hat auch mit Leistungen für "Flüchtlinge" zu tun...". Habe ich das Wort AUCH richtig gelesen??? Das ist ja wohl ein halbes Eingeständnis!!! Dann machen wir mal Vergleiche: Wie viel müssen Krankenkassen für überhöhte Preise von Medikamenten bezahlen? Milliarden? Für unnötige Operationen? Natürlich kosten die Flüchtlinge zur Zeit mehr als sie Einbringen!! Aber das ändert sich!! Die meisten wollen arbeiten, aber können oder dürfen z.Zt. nicht!!!

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  • Boah

    21.02.2016 16:40

    1.News de geht zu Boden.Kommentarfunktionen zu Merkel abgeschaltet.Mit Wiedervereinigung haben wir jetzt die Nachteile beider Systeme. 2.zum Sachverhalt der Feuer.... Hoffentlich machen die Bilder die Runde um die Welt,damit das RefugeeWelcome Image korregiert wird.Merkels Saat ist aufgegangen.

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