Großprojekt Berliner Flughafen BER: Ermittlungen gegen Klaus Wowereit! So groß sind die Mängel

Die Cottbusser Staatsanwaltschaft ermittelt aktuell gegen Klaus Wowereit und Matthias Platzeck. Auslöser war ein Prüfbericht zum Berliner Flughafen BER, der dem Projekt neben Fehlern beim Brandschutz weitere bauliche Mängel und Missmanagement vorwirft.

Klaus Wowereit und Matthias Platzeck drohen strafrechtliche Konsequenzen. Bild: Stephanie Pilick / dpa

Nach einem Prüfungsbericht des Landesrechnungshof zum Berliner Großflughafen BER hat die Cottbusser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Klaus Wowereit und Matthias Platzeck aufgenommen. Beide waren als Chefs des Aufsichtsrates für das Projekt verantwortlich. CDU, Grüne und Freie Wähler fordern jetzt strafrechtliche Schritte gegen sie und weitere Beteiligte.

Prüfbericht zum BER: Mangelnder Brandschutz und Missmanagement

Dass es schlecht um den geplanten Hauptstadtflughafen steht, ist bereits seit 2007 bekannt. Damals sollten im brandenburgischen Schönefeld die ersten Flugzeuge starten. Seitdem schleppt sich das Projekt von Termin zu Termin, ohne wirkliche Fortschritte zu machen. Die geplante Eröffnung im Sommer 2012 scheiterte schließlich aufgrund von Mängeln beim Brandschutz. Wie aus einem Bericht des Landesrechnungshofs hervorgeht, gab es jedoch noch weitaus größere Probleme.

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Die Pannenserie des BER
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Berliner Flughafen nur zu 56,2 Prozent betriebsfähig

Der 400-Seiten-starke Bericht lag dem Finanzministerium von Brandenburg bereits seit Juli 2015 vor. Erst am Mittwoch gelangte er an die Öffentlichkeit. Die Ergebnisse der Prüfer sind erschreckend: Laut ihrer Auswertung des sechsmonatigen Probebetriebs vom November 2011 bis Mai 2012 sei der Flughafen nur knapp zur Hälfte fertiggestellt. Von 102 Flugsteigen sei nur knapp ein Viertel "einigermaßen erfolgreich nutzbar", so die Prüfer. Zudem sei der Check-in-Bereich noch im Bau und Aufzüge, Rolltreppen sowie Laufbänder nicht funktionstüchtig.

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