Raus aus Zollunion und Eurozone? Tsipras hilflos:
Griechenland droht nun Doppel-Grexit

Griechenland kommt nicht zur Ruhe: Finanzminister Tsakalotos sieht bereits im März erneut einen möglichen "Grexit" kommen - und dieses Mal sogar einen doppelten: Neben einem Austritt aus der Eurozone aufgrund der nach wie vor gigantischen Schuldenlast, soll das krisengeplagte Land nun auch noch von den übrigen Europäern aus dem Schengenraum geworfen werden. Der Grund: Offenbar kann Griechenland den Flüchtlingsstrom an der Grenze zur Türkei immer weniger kontrollieren.

Es wird wieder finster rund um den Parthenon Tempel auf der Akropolis: Griechenland droht eine doppelter Grexit. Bild: dpa

Wer gedacht hatte, das Drama um Griechenland hätte sich in den letzten Monaten im Sande verlaufen, der wird nun eines Besseren belehrt: Efklidis Tsakalotos, Finanzminister der griechischen Regierung hat nun erneut Alarm geschlagen – dem Land droht offenbar ein doppelter "Grexit", und dies bereits im März. Das berichtet der "Focus" online.

Grexit-Szenario I: Rauswurf aus der Zollunion?

Neben einem Austritt aus der Eurozone drohe dem hoch verschuldeten Land derzeit auch ein zeitlich befristeter Rauswurf aus dem Schengen-Raum. Da die Griechen ihre Seegrenze zum Nachbarland Türkei offenbar nicht mehr schützen können, die übrigen europäischen Länder die sogenannte Balkanroute jedoch versperrt wissen wollen, um weniger Flüchtlinge durchzulassen, drohen sie Athen mit einem vorläufigen Ausschluss aus der Zollunion, berichtet das Nachrichtenportal. Dies wäre für das stark vom Tourismus abhängige Griechenland ein weiterer ökonomischer Rückschlag in der derzeitigen Krise.

Laut "Focus Online" sprach Migrationsminister Ioannis Mouzalas von einer "einseitigen Aktion" der Nachbarländer, räumte jedoch bereits ein, sich derzeit tatsächlich auf eine Grenzschließung seines Landes vorzubereiten. Mazedonien habe bereits mit dem Bau eines Stacheldrahtzauns an der Grenze zu Griechenland begonnen.

Grexit-Szenario II: Austritt aus der Eurozone?

Das ursprüngliche Grexit-Szenario, der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone, ist ebenfalls alles andere als vom Tisch: Das sogenannte Geldgeber-Quartett des mittellosen Staates - Vertreter der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank, des Internationalen Währungsfonds und des Euro-Rettungsfonds ESM - hat die nächste Hilfstranche bislang noch nicht ausgezahlt.

Der Grund: Bisher habe eine erneute Überprüfung, ob und inwiefern die Griechen das geforderte Reformpaket umsetzen, noch nicht durchgeführt werden können. Diese hätte bereits im November vergangenen Jahres stattfinden sollen, wurde jedoch mehrfach verschoben. Auch, weil die Regierung in Athen bislang kaum Fortschritte gemacht habe, so "Focus Online".

Je weiter sich eine Überprüfung und damit die Zahlung der Geldgeber jedoch nach hinten verschiebe, desto größer sei die Gefahr, wichtige Tilgungen nicht mehr begleichen zu können, so Finanzminister Tsakalotos. Allein bis Mitte März muss das Land insgesamt 890 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfond überweisen.

FOTOS: Griechenland Der Weg in die Krise

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lid/news.de

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26 Kommentare
  • Alwin Albrecht

    16.02.2016 12:39

    "Herr Albrecht, warum sollte ich der AfD eine Chance geben, wenn ich der Meinung bin, dass sie für meine Ideale gefährlich sein könnte??" Ideale oder Geldbörse, Herr werner.4321? Im übrigen, was heißt hier, "eine Chance geben". Das gehört doch wohl zur "Demokratie", die es Ihrer Meinung nach ja noch gibt, oder liege ich da falsch? Wollen Sie das bestreiten, dann wäre ja das GG außer Kraft gesetzt. Sie müssen Sie ja nicht wählen, sollten aber akzeptieren das es auch andere Meinungen neben Ihrer gibt.

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  • Peter Lange1

    15.02.2016 17:51

    werner4321: Ihre Aussagen tun richtig weh! Bachmann und Petry sind menschenverachtend? Machen Sie einen Unterschied zwischen Menschen/Deutsche? Warum wird den "Flüchtlingen"/Asylforderern/5*AIP Touristen alles in den Ars.. geschoben (z.B. neue Reihenhäuser)? Obdachlose, Kinder aber rausgeworfen? Ach ja ich vergaß: Keine Menschen! Warum werden (auch) IS Terroristen willkommen geheißen, warum wird die SAntifa von Steuergelder finanziert? Warum bekommt Erdowahn der Demokrat und Neu EU Mitglied erst einmal 3,5 Mrd.€ deutsche Steuergelder? Damit er die Kurden besser beschießen kann? Mein Mitleid!

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  • werner.4321

    14.02.2016 19:53

    Herr Albrecht, warum sollte ich der AfD eine Chance geben, wenn ich der Meinung bin, dass sie für meine Ideale gefährlich sein könnte??? Die Partei hat die Chance möglichst viele Stimmen zu sammeln, ich hoffe nur, dass sie wenig bekommt!!! NICHT MEINE! Mein Recht in der Demokratie!!! Z.B. Bachmann hat Züge zum Nazitum! Und Fr. Petry usw. habe Rechtlastige Meinungen Die finde ich gefährlich!!! Warum sollte ich denen meine Stimme geben! Die sind Menschenverachtend!!!

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