Nach Sex-Attacken in Köln
Über 1.000 Anzeigen! Viele Vergewaltigungen nur ausgedacht

Nach der Horrornacht in Köln sind bereits mehr als 1.000 Anzeigen bei den Ermittlern überwiegend wegen Sexualdelikten eingegangen. Doch nicht alle Straftaten entsprechen der Wahrheit. Viele Straftaten durch Flüchtlinge sind gelogen.

Mit Hunderten Anzeigen wegen Sexualdelikten muss sich die Polizei in Köln derzeit beschäftigen. Bild: dpa

Nach den sexuellen Übergriffen in der Kölner Silvesternacht sind bei den Ermittlern mittlerweile mehr als 1000 Anzeigen eingegangen. Am Kölner Hauptbahnhof waren massenhaft Frauen bestohlen und sexuell bedrängt worden. Doch nicht alle Delikte, die Asylbewerbern vorgeworfen werden stimmen, einige sind bloß ausgedacht und schaden den Opfern.

Nach Sex-Attacken in Köln: Ermittlung gegen 44 Tatverdächtige

Bei 433 von 1.000 Anzeigen in Köln sei ein Sexualdelikt angezeigt worden, sagte Staatsanwalt Benedikt Kortz am Freitag. Er teilte zudem mit, dass ein weiterer Beschuldigter in Untersuchungshaft gekommen sei. Dabei handele es sich um einen Algerier, dem ein Eigentumsdelikt und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen würden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt damit nach eigenen Angaben nun gegen 44 überwiegend nordafrikanische Beschuldigte. Zehn säßen in Untersuchungshaft.

Viele Sex-Straftaten nur ausgedacht

Das Fatale: Zahlreiche der angeblichen Vergewaltigungen durch Flüchtlinge in den vergangenen Monaten waren nur erfunden. Jüngstes Beispiel ist der Fall der Deutsch-Russin Lisa. Die 19-Jährige war 30 Stunden verschwunden. Als Ausrede gab sie an, dass sie von Ausländern entführt und vergewaltigt worden sei. Das Mädchen hatte sich allerdings bei ihrem Freund versteckt.

Auch in Köln ist mindestens ein Fall bekannt, dass ein sexueller Übergriff am Bahnhof in der Silvesternacht lediglich erfunden wurde. "In einem Fall hat die Polizei festgestellt, dass die angezeigte Sexualstraftat so nicht stattgefunden hat", zitiert die "Huffington Post" einen Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ob weitere Straftaten dieser Horrornacht erfunden seien, konnte er jedoch nicht sagen. "Bislang hat uns die Polizei nur diesen einen Fall gemeldet." In Mönchengladbach hatte eine 15-Jährige behauptet, von einem Mann mit Migrationshintergrund vergewaltigt worden zu sein. Auch hier: Eine Lüge!

Erfundene Sexualdelikte schaden allen

Die Polizei ist über erfundene Sex-Attacken nicht verwundert. nach den Ereignissen in Köln sei es nicht verwunderlich, dass es Trittbrettfahrer gebe, zitiert die "Huffington Post" einen Sprecher der Polizeigewerkschaft. "Zahlreiche der angezeigten angeblichen Sexualstraftaten von Flüchtlingen sind erfunden", ist sich Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, sicher, so die "Huffington Post".

"Am Ende schaden erfundene Sexualdelikte allen", sagte Wendt weiter. Durch ungerechtfertigte Anzeigen würden dringend notwendige Kapazitäten der Beamten blockiert. Auch die Flüchtlinge und die Opfer von Sexualdelikten würden darunter leiden. Migranten würden vorverurteilt werden und Opfern glaubt womöglich irgendwann niemand mehr.

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bua/news.de/dpa

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