Europol-Bericht zu künftigen IS-Anschlägen in Europa
Deutsche Terrorexperten glauben: Paris war erst der Anfang

Am Montag warnte die europäische Polizeibehörde Europol  in einem Bericht vor künftigen Großanschlägen in Europa durch die Dschihadisten-Miliz "Islamischer Staat". Nun haben sich zwei angesehene deutsche Terror-Experten zu Wort gemeldet und die abstrakte Gefahrenlage erläutert - dem Europol-Bericht teilweise aber auch widersprochen.

Bewaffnete Polizisten patrouillieren nach den Anschlägen von Paris in der Nähe des Eiffelturms. Bild: dpa

Der jüngsten Warnung der europäischen Polizeibehörde Europol vor Terroranschlägen in Europa am gestrigen Montag haben sich mittlerweile auch zwei renommierte Terror-Experten angeschlossen. Interpol hatte vor "einer Reihe groß angelegter Terroranschläge" mit "massenhaft Opfern" in Europa gewarnt. Konkret benannte sie in ihrem Bericht als möglichen Urheber die Terrormiliz "Islamischer Staat".

Anschlagsrisiko größer als jemals zuvor in den letzten 15 Jahren

Peter Neumann ist Experte für Terrorismus-Forschung am King's College in London. Der "Deutschen Welle" sagte er, das Risiko für die Bundesrepublik Deutschland sei tatsächlich größer als jemals zuvor in den vergangenen zehn bis 15 Jahren, auch wenn die Gefahr für Länder wie Frankreich oder Großbritannien noch höher sei. Neben einer intensiveren Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden sowie einem konsequenten Informationsaustausch forderte der Extremismusforscher auch eine stärkere Präventionsarbeit, um junge Muslime vor den Verlockungen des Terrorismus zu schützen. Die Vorbeugung müsse besser werden.

FOTOS: Islamischer Staat Der IS-Terror in Bildern
zurück Weiter Dieser Screenshot eines Propagandavideos der IS-Miliz zeigt voll verschleierte Frauen mit Gewehren, die angeblich in der syrischen Stadt Al-Rakka operieren. (Foto) Foto: Syriadeeply.org / dpa Kamera

Terror-Forscher Neumann: Wir werden weitere Attacken in Europa sehen

Seit Beginn des letzten Jahres sei bereits hinlänglich bekannt, dass der IS junge Leute ausbilde, "die aus Europa kommen und später in Europa Anschläge verüben sollen". Mit Blick auf die Anschläge von Paris prophezeite Neumann: "Wir werden ähnliche Attacken in anderen europäischen Städten sehen." Als mögliche Ziele nannte Neumann Stadien oder Untergrundbahnen in großen Städten.

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4 Kommentare
  • NOr

    27.01.2016 03:20

    So doof sind die auch nicht.Bomben vor den Wahlen koennte die Errichtung eines Basislagers in Deutschland verzoegern.Bei nur 1 Prozent von 2 Millionen .koennen sie Deutschland dann nach Belieben platt machen.

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  • Karl-Heinz Kasch

    26.01.2016 14:37

    Ushiro, okay ich kenne es etwas anders: Wenn Ratten im Pferdestall geboren werden. Sind es denn Reitpferde oder bleiben es Ratten? Gebt mir 9-10 Monate und das Problem ist gelöst. Wenn die merken, halt stopp, wenn ich mich nicht an die Gesetz halte, ist es mit dem 5*AIP (Gratis)Urlaubsaufenthalt vorbei und ich muss raus/arbeiten, dann reißen die sich zusammen. Siehe Norge: 834 (krim.) Muslime rausgeworfen, das hatte zur Folge, die Kriminalitätsrate sank um über 30 %. Überall (Kommune, Politi, nrk.no,...) nachzulesen. Das nennt man: Informationspflicht! Nicht zu verwechseln mit Manipulation

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  • Peter Lange1

    26.01.2016 14:28

    Ich wusste gar nicht, das ich ein "Terrorexperte" bin! Wie blöd muss man sein, um das nicht schon seit mindestens 5 Jahre zu WISSEN. Madrid, London,... alles nur der Anfang! Köln ist auch erst eine erste Übungsstufe. Wir werden uns daran gewöhnen müssen (Merkel) Der "Justiz"minister hat ja selbst gesagt: Die Gesetze wurden geändert zum Schutze der "Flüchtlinge" (schönsprech für Verbrecher) und nicht zum Schutze der überfallenen Frauen. Aber Bürgerwehren zum Schutz gerade dieser Frauen werden bekämpft, aber die Scharia Polizei mit richterliche Fürsprache für gut befunden! Das nennt man wohl...

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