AfD mit 13-Prozent-Höchstwert
Das sind die AfD-Wähler

Immer wieder leisten sich die Politiker der "Alternative für Deutschland" verbale Entgleisungen, jetzt zeigt eine aktuelle INSA-Studie einen Stimmenzuwachs auf 13 Prozent. Wer sind die AfD-Wähler?

Europa-Abgeoprdnete mit Nazi-Vergangenheit: AfD-Politikerin Beatrix von Storch. Bild: dpa

Wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären, würde sich das politische Bild in Deutschland drastisch ändern. Wie aus dem aktuellen INSA-Meinungstrend hervorgeht, erreicht die "Alternative für Deutschland" (AfD) mittlerweile 13 Prozent und kann somit 0,5 Wählerstimmen im Vergleich zur Vorwoche gewinnen. Doch wer wählt die rechtskonservative Partei mit ihren fragwürdigen politischen Ansichten?

Wer wählt die AfD?

Wie die "Bild" berichtet, konnte die AfD weitere Wählerstimmen gewinnen und kommt aktuell somit bundesweit auf Besorgnis erregende 13 Prozent! Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts INSA kommt dieser Stimmenzuwachs in den Umfagen vor allem aus dem männlichen Teil der Bevölkerung. Fast zwei Drittel der Wähler (63 Prozent) sind männlich und lediglich 37 Prozent weiblich. Bei keiner anderen Partei ist der Unterschied so groß!

"Abwertende Verarbeitung von Unsicherheit"

INSA-Chef Hermann Binkert weiß, warum die AfD gerade bei den Männern dieses Landes so großen Zuspruch findet: "Männer fühlen sich von harten Streitthemen, zugespitzten Parolen und auf die Spitze getriebenen Auseinandersetzungen eher angezogen als Frauen."

Auch der Berliner Politikwissenschaftler Professor Hajo Funke (71) sieht die Gründe in den von der Partei vermittelten Standpunkten: "Nationalegoistische und fremdenfeindliche Einstellungen kommen bei einem Teil der Männer bis 50 besser an – das belegen alle Studien." Der Hauptgrund sein eine "abwertende Verarbeitung von Unsicherheit", so Funke.

Braunes Gedankengut und braune Vergangenheit

Immer wieder zeigt die rechtskonservative Partei ihr wahres Gesicht. So erklärte Thüringens AfD-Chef Björn Hocke (43) in einem Vortrag ernsthaft: "Der Bevölkerungsüberschuss Afrikas beträgt etwa 30 Millionen Menschen im Jahr. Solange wir bereit sind, diesen Bevölkerungsüberschuss aufzunehmen, wird sich am Reproduktionsverhalten der Afrikaner nichts ändern."

Und zuletzt äußerte die Europa-Abgeordnete Beatrix von Storch, deren Großväter SA-Reiterstandarten-Führer und Finanzminister unter Hitler waren, letzterer wurde 1949 als Kriegsverbrecher verurteilt, ihre wirren Theorien zu einer Flucht Merkels nach Südamerika in der Talk-Show "Anne Will".

Fast nur Männer wählen die AfD

Die meisten Wähler findet die Partei bei Männern unter 50 Jahren (19 Prozent). Den geringsten Zuspruch erfährt die AfD bei Frauen, die älter sind als 50. Insgesamt sind 59 Prozent der AfD-Wähler unter 50 und nur 7 Prozent der Wähler sind weiblich.

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ruc/Ife/news.de

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12 Kommentare
  • mattenb

    27.01.2016 09:07

    Wir lernen: Im Ausland haben die Frauen oft keine Rechte - im Inland haben Rechte oft keine Frauen!

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  • Samuel

    26.01.2016 21:13

    Frauen haben mehr Angst vor Veränderung. Außerdem lassen Frauen sich leichter durch Propaganda der politischen Elite emotional beeinflussen. Aber dass Frauen von der aktuellen Politik in Deutschland profitieren ist ein Mythos.

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  • Harald

    26.01.2016 19:24

    Die AfD ist noch zu sehr mit Selbstzerfleischung beschäftigt. Momentan ist wohl nur Herr Seehofer wählbar. Er sollte schnell dafür sorgen,dass die CSU bundesweit auf dem Wahlschein erscheint,

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