"Hart aber Fair" zum Thema Obergrenze
"Sie kreieren eine Illusion mit diesem Wort"

Eigentlich sollte es bei "Hart aber Fair" am Montagabend um einen etwaigen Rücktritt von Kanzlerin Angela Merkel gehen. Stattdessen konzentrierte man sich jedoch auf das Thema Obergrenze. Das Rennen macht jedoch eine Journalistin.

Flüchtlinge am Grenzübergang Passau. Bild: dpa

Denn es waren nicht die inhaltslosen Äußerungen von Gästen wie FDP-Chef Christian Lindner oder SPD-Fraktionsführer Thomas Oppermann, sondern die kritischen Anmerkungen von "Spiegel"-Journalistin Melanie Amann, die an diesem Abend für Aufhorchen sorgten.

"Hart aber Fair" über Obergrenze: "Die SPD weiß nicht mehr, was sie vertritt"

Während Oppermann immer wieder um das Thema Obergrenze herumdruckste und Lindner den eingeschnappten Jungen spielen musste, weil er schon zweimal aus "Hart aber Fair" ausgeladen wurde, ging Amann scharf mit den Gästen und ihren jeweiligen Parteien ins Gericht.

Vor allem die SPD, für Amann eine "Wundertüte der politischen Ansichten", kam dabei wenig gut weg. "In Berlin blockiert die SPD das Asylpaket zwei, in Essen demonstriert sie mit AfD-Parolen gegen Flüchtlingsheime, der Parteichef redet einmal von kriminellen Ausländern, dann trägt er einen 'Refugees Welcome'-Button. Die SPD weiß in diesen Tagen glaube ich gar nicht mehr, was sie vertritt."

Journalistin attackiert Politiker: "Sie kreieren eine Illusion mit diesem Wort Obergrenze"

Natürlich konnte Oppermann das nicht auf sich sitzen lassen: "Da muss ich klar widersprechen! Wenn es in dieser Bundesregierung einen stabilen Faktor gegeben hat, dann war das die SPD." Die Journalistin darauf cool: "Ja, sie haben stabil blockiert, das stimmt!"

Auch das Zitat des Abends geht schließlich auf Amanns Schippe, die natürlich auch die CSU, vertreten durch den bayerischen Fraktionschef Thomas Kreuzer, ins Visier nimmt. Das Thema das Abends hätte man beinahe nicht besser zusammenfassen können: "Sie kreieren eine Illusion mit diesem Wort Obergrenze – als könnte man die Zahl der Flüchtlinge regulieren wie die Zahl der Brezn auf den Wiesn. Diese Menschen kommen und sie wecken bei den Deutschen eine Illusion als wäre das mit einer Obergrenze nicht mehr so!"

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mie/bua/news.de

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1 Kommentare
  • Michael Möller

    26.01.2016 11:34

    gestern wurde von dem EU-Politiker gesagt wir brauchen mehr Geld um vor Ort zu helfen, frage warum wird dann nichts gegen die Steuerschlupflöcher der Dax-Konzerne,der Multi-Komzerne oder den sogenannten Super-Reichen unternommen. den laut Gabriel Aussage vor der Sommenpause 2015 wird in Deutschland 300.Milliarden und in Europa 1,5 Billionen Euro Steuern hindernzogen,alleine wenn man diese Beträge auf die letzten 15-20 Jahr hoch rechnen würde ,müßte doch soviel Geld vorhanden sein die Schulden abzuzahlen und auch noch Geld für die Entwicklungshilfe zur Verfürgung zu haben u.a. für d. Infrastr.

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