Nach Kölner Sex-Attacken
Weiter weltoffen? Freiburg streitet über Discoverbote für Flüchtlinge

"Du kommst hier nicht rein!" Flüchtlinge haben es an der Discotür schwer. In Freiburg gibt es Streit darüber. Er zeigt beispielhaft das Stimmungsbild im Land: Willkommenskultur trifft auf harte Realität.

Das Dicosverbot für Flüchtlinge sorgt für Diskussionen in Freiburg. (Symbolbild) Bild: fotolia/Eugenio Marongiu

Die Stadt am Rande des Schwarzwalds rühmt sich für ihre Weltoffenheit. Freiburg, die südlichste Großstadt Deutschlands, ist bundesweit eine grün-rote Hochburg. Die vielen Studenten halten die Universitätsstadt jung und freiheitlich. Flüchtlinge wurden bislang stets willkommen geheißen. Doch nach den massenhaften sexuellen Angriffen an Silvester in Köln und anderswo ändert sich auch hier das Bild. Hausverbote für Flüchtlinge in Diskotheken lösen eine Debatte aus. Und sie zeigen, was sich auch in Städten fernab der Metropolen verändert in puncto Flüchtlingskrise und öffentliche Sicherheit.

Discoverbot für Flüchtlinge in Freiburg sorgt für Diskussionen

Die in Freiburg erscheinende "Badische Zeitung" brachte den Stein ins Rollen. Sie wollte von örtlichen Club- und Discobetreibern wissen, wie sie nach Köln mit Flüchtlingen umgehen. Das Ergebnis: Vielerorts lassen die Türsteher keine Flüchtlinge oder andere Ausländer mehr rein. Begründet wurde dies dem Bericht zufolge unter anderem mit sexuellen Belästigungen von Frauen, mit Diebstählen und Gewalt. Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) bestätigte öffentlich, dass es solche Fälle verstärkt in seiner Stadt gibt. Er nannte in einem Zeitungsinterview junge männliche Ausländer als Täter. Der Rathauschef forderte ein hartes Durchgreifen der Polizei.

Die Polizei appeliert an Opfer sich zu melden

Das Problem: Es fehlen Belege. Angezeigt wurden die Fälle, die nun als Begründung für Hausverbote dienen, nicht. "Wir haben keinerlei Anzeichen dafür, dass es vermehrt oder gar massenhaft solche Straftaten gibt", sagte Polizeisprecherin Laura Riske. Die Polizei und auch die Stadtverwaltung seien regelmäßig im Gespräch mit den Betreibern von Clubs und Diskotheken. Entsprechende Hinweise seien von ihnen dabei nie gekommen. Die Polizei appelliert nun, sich nach Straftaten zu melden. Sonst könne sie nicht reagieren.

Freiburg als beispielhafte Entwicklung

Gudrun Heute-Bluhm nennt Freiburg mit seinen 220.000 Einwohnern beispielhaft für eine Entwicklung, die es in vielen Städten gibt. "Es ist die schwierige Aufgabe vor Ort, eine Balance zu finden", sagte die CDU-Politikerin. Sie wollte in Freiburg 2002 Oberbürgermeisterin werden und ist nun Geschäftsführerin des Städtetages Baden-Württemberg. Das Sicherheitsgefühl vieler Menschen habe sich nach Köln und anderen Ereignissen verändert. Die Folge seien Debatten, die emotional und wenig differenziert seien. Eine gut gemeinte Willkommenskultur treffe in den Städten auf die harte Realität - und damit auf eine Bewährungsprobe.

"Straftätern muss mit der klaren Sprache des Gesetzes begegnet werden", fordert Heute-Bluhm. Sonst würden pauschal alle Flüchtlinge in Verdacht geraten. Das könne sich die Gesellschaft nicht leisten.

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7 Kommentare
  • Moli

    27.01.2016 11:33

    Ganz genau, kanitvastan - was wollen die hunderte Moslem Kerle in der Disco,?deren Frauen dürfen dort auch nicht hin !!!!

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  • kanitvastan

    26.01.2016 12:02

    recht so, was wollen denn asylanten (sind eh nur männer) sonst in der disco, gelegenheit macht diebe und dem kann man vorbeugen. @der dude, sie gehören auch zu diesen weltverbesserer die nicht übern tellerrand schauen können. deutsche nehmen sich das recht nicht raus, aber asylanten sollen es tun, als ob unsere gerichte nicht schon genug überlastet sind. hoffentlich haut ihnen mal ein asylant auf die fresse, schwubs strafen ihre worte lügen.

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  • Ushiro

    26.01.2016 09:53

    @der Dude: SUPER, da kann ich nur hoffen, dass alle (!) Betreiber den Betrieb ihrer Einrichtungen auf unbestimmte Zeit einstellen werden. Ist es das was Sie wollen?? Die Sozialschmarotzer, ähm - sorry - Flüchtlinge, sorgen somit dafür, dass hier bald Zustände wie bei ihen zu Hause herrschen. Keine Feiern, kein Alkohol, vermommte Frauen, usw. usf. Steinzeitislam in Deutschland. Dank dem Dude.

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