Soziale Ungleichheit in Deutschland
Ein Zehntel der Deutschen besitzt 52 Prozent des Gesamtvermögens

Die Schere zwischen Arm und Reich wächst auch in Deutschland. Einem Bericht des Bundessozialministeriums besitzen zehn Prozent der Deutschen mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens der Bundesrepublik.

Soziale Schere: Während zehn Prozent der deutschen Haushalte über die Hälfte des Gesamtvermögens verfügt, besitzen 50 Prozent der Bevölkerung gerade einmal ein Prozent des Geldes. Bild: dpa/Marijan Murat

Die Ungleichheit bei der Verteilung des Vermögens in Deutschland hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. So verfügten dieoberen zehn Prozent der Haushalte 2013 über 51,9 Prozent des Nettovermögens, 1998 waren es noch gut 45,1 Prozent. 

Die unteren 50 Prozent der Haushalte verfügten 2013 nur über 1 Prozent des Nettovermögens, 1998 waren es 2,9 Prozent. Diese auf der Homepage des Bundessozialministeriums veröffentlichten Daten nannte zuerst die "Passauer Neue Presse". 

Vermögensverteilung in Deutschland: Ein Zehntel besitzt 50 Prozent des Geldes

Die Zahlen sollen in den Fünften Armuts- und Reichtumsbericht eingehen, der laut Ministerium voraussichtlich in diesem Jahr vorgelegt werden soll. Im Jahr 2008 hatten die oberen zehn Prozent demnach 52,9 Prozent und 2003 noch 49,4 Prozent des Nettovermögens. Die unteren zehn Prozent der Haushalte hatten 2008 noch 1,2 und 2003 2,6 Prozent des Nettovermögens. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte eine andere Steuerpolitik. Kapitaleinkünfte müssten so versteuert werden, wie Einkommen aus eigener Hände Arbeit, forderte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell am Montag in Berlin. Die Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann sagte der Zeitung: "Eine Steuer auf große Vermögen ist überfällig."

Vermögensverteilung weltweite: Soziale Schere noch extremer

Der Hilfsorganisation Oxfam zufolge sieht die weltweite Verteilung noch drastischer aus: Wie eine aktuelle Studie besagt, besitzen die 62 reichsten Menschen der Welt ebenso viel wie die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung. Die Kluft zwischen Arm und Reich würde rasanter wachsen, als bisher erwartet. Dadurch sei auch die Bekämpfung von Armut gefährdet.

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mie/saw/news.de/dpa

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10 Kommentare
  • Peter Landgraf

    29.01.2016 07:31

    Korr: spiegelt Ihr elitäres Denken wider...

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  • Peter Landgraf

    28.01.2016 19:00

    Nachtrag:Angesprochen ist "Leistungsträgerin"

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  • Peter Landgraf

    28.01.2016 18:58

    Ich habe selten solchen Unfug gelesen! Das Machwerk spiegelt Ihr elitäres Denken wieder und der Vergleich den Sie bringen legt beredtes Zeugnis von Ihrem "geistigen Horizont " Wenn es nicht die Facharbeiter,Techniker und Ingenieure gäbe könnten Sie und Ihresgleichen den Kitt aus den Fenstern fressen! Vielleicht war jener Pförtner auch mal Akademiker und ist durch Krankheit o.ä.nicht mehr in der Lage seinen Beruf auszuüben! Sie sind die Ausgeburt des Raubtierkapitalismus und nicht mal wert ,dass man vor Ihnen ausspuckt Der"Herr" möge Ihnen Hirn senden,aber bei Ihnen ist das Materialvergeudung!

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