Flüchtlingsunterkünfte nach Wintereinbruch 
Können alle Flüchtlinge winterfest in Deutschland untergebracht werden?

Für die folgende Woche sagt der Wetterbericht noch einmal eisige Temperaturen und Frost voraus. Kritisch ist das für die zahlreichen Flüchtlinge, die in Zelten und Notunterkünften untergebracht sind. Ob die deutschen Flüchtlingsunterkünfe dem Winter trotzen?

Erster Schnee 2015: Flüchtlingszelte im sächsischen Chemnitz. Bild: dpa

Flüchtlingszelte halten den derzeitigen Witterungen nur bedingt stand. Das betrifft insbesondere Leicht-Zelte, die alles andere als wintertauglich sind im Gegensatz zu den wetterbeständigen Bundeswehrzelten. In Hamburg seien demnach nur noch etwa 550 Flüchtlinge in Zeltlagern untergebracht, wie "Focus-Online" mitteilt. Die Zelte sind zwar beheizt, aber ideal ist die Unterbringung nicht.

Alles andere als winterfest: Eingefrorene Wasserleitungen in Zelten

Erst zu Beginn des neuen Jahres mussten etwa in Bremen 750 Migranten aus den Zeltstandorten evakuiert werden, da die Wasserleitungen eingefroren waren. Das Problem sei behoben, aber immer wieder kommt es zu kleineren Pannen, wie zum Beispiel ausgefallenen Heizungen - nicht nur in den Zelten.

So lässt sich durchaus fragen, ob Deutschland alle Flüchtlinge im Winter warm und sicher unterbringen kann. Schließlich müsse damit gerechnet werden, dass es angesichts der Grenzschließungen im Norden mehr Migranten aufnehmen muss.

Flüchtlingszelte sind die letzte Wahl

Fakt ist: "Die Kommunen haben sich bemüht, alles zu tun, damit kein Flüchtling frieren muss", erklärte Alexander Handschuh vom Städte- und Gemeindebund gegenüber "Tagesschau.de". Der Großteil der Flüchtlinge ist mittlerweile in festen Unterkünften untergebracht. Ziel sei es weiterhin, Flüchtlinge in Immobilien unterzubringen.

Zeltlager und zeltartige Leichtbauhallen, wie in Nordrhein-Westfalen und Bremen, sind die letzte Wahl - auch wenn sie inzwischen winterfest und beheizbar sind. Vorrang haben in allen Bundesländern feste Einrichtungen, wie ein leer stehendes Krankenhaus in Duisburg, Hangars im ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin, Kasernen oder Holzhäuser und Container in Bayern und Hessen.

Der Frost kann kommen: 20.000 Notfallplätze in Bayern

Nur in einzelnen Städten und Bundesländern greife man derzeit noch auf Zelte zurück, wie zum Beispiel in Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und vereinzelt in Bayern. Davon betroffen sind in etwa 2400 Flüchtlinge. In Thüringen verzichtet die Landesregierung ganz und gar auf Flüchtlingszelte, um auf den Wintereinbruch vorbereitet zu sein. Und in Bayern sind vorsorglich sogar noch 20.000 Notfallplätze verfügbar.

Lesen Sie auch: Fast 1,1 Millionen Flüchtlinge 2015 registriert

Nach den anfänglichen Problemen zu Jahresbeginn, haben sich die Bundesländer mittlerweile auf das kalte Winterwetter und weitere Flüchtlingsströme präpariert. Ob die eingeleiteten Maßnahmen greifen, wird sich ab kommender Woche zeigen, wenn die Temperaturen in die Minusgrade fallen.

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kad/hos/news.de

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18 Kommentare
  • Layer

    13.01.2016 19:36

    Schickt sie alle in die Wüste dort ist schön warm,hier haben sie nichts verloren und wir sollen alle dafür überall nur zahlen und zahlen.

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  • wolfgang

    12.01.2016 16:08

    Liebe Redaktion schämt ihr euch nicht Kommentare zu löschen oder habt ihr von der Regierung den Befehl bekommen zu löschen da der Schreiber zu sehr die Wahrheit schreibt Ich kann nur jedem empfehlen lest Kopp Online da erfährt ihr wie das Volk verarscht und für Dumm verkauft wird. Da sitzen keine Speichellecker der Regierung. So liebe Moralapostel jetzt habt ihr wieder was zu löschen

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  • Peter Landgraf

    12.01.2016 09:55

    Vor allem werden wir schon mal prophylaktisch unsere Wohnungen räumen,damit die nächste Millonenwelle von Kulturbringern hier anlanden kann!

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