Vize-Stellvertreter angeblich getötet
Befindet sich der IS auf dem Rückmarsch?

Muss IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi den Verlust seines Vize-Stellvertreters beklagen? Das zumindest berichtet die irakische Luftwaffe. Die Terrormiliz habe in letzter Zeit herbe Rückschläge erfahren. Vor einigen Tagen befand sie sich noch in der Offensive.

Siegespose in Kobane: Vor einem Jahr feierten Kurdische Truppen dort den Sieg gegen den IS. Nun soll die Terrormiliz auch in Syrien und dem Irak an Boden verlieren. Bild: dpa/Str

Ein ranghoher Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach irakischen Militärangaben bei einem Luftangriff im Westen des Landes getötet worden. Asi Ali Mohammad Nasir al-Obaidi, Vize-Stellvertreter des selbst ernannten IS-"Kalifen" Abu Bakr al-Bagdadi, sei in der Stadt Barwana bei einem Angriff der irakischen Luftwaffe ums Leben gekommen, sagte ein Militärsprecher dem US-Sender CNN am Samstag.

Erfolg im Kampf gegen den IS: Vize-Stellvertreter von al-Bagdadi angeblich getötet

Al-Obeidi soll als Militärkommandeur der Miliz für den Westirak und Ost-Syrien verantwortlich gewesen sein. Bevor er sich der Terrormiliz anschloss, sei er für den Sicherheitsapparat des irakischen Diktators Saddam Hussein tätig gewesen. "Bild"-Angaben zufolge ist er einst aus dem Militärgefängnis Abu Ghraib in Bagdad geflohen.

Die regierungstreue irakische Website "Iraqinews.com" meldete ebenfalls Obeidis Tod. Sie berief sich auf Angaben des Verteidigungsministeriums in Bagdad.

Islamischer Staat zurückgedrängt? Terrormiliz verstärkt Angriffe

Wie "Bild.de" weiter berichtet, seien in den vergangenen Woche bei Kämpfen um die irakische Stadt Barwana nach US-Angaben mehr als 100 IS-Terroristen getötet worden. Fast 40 Prozent des von der Terrormiliz im Irak kontrollierten Gebietes seien laut Aussage von US-General Stave Warren zurückerobert worden, zusätzlich zu angeblich 20 Prozent in Syrien.

Noch am Montag hätten IS-Anhänger einen Angriff auf Libyens größten Ölhafen, Al-Sidra, unternommen, der jedoch laut Militärangaben durch die libysche Luftwaffe zurückgeschlagen werden konnte. Im Irak sollen die Terroristen zudem ihre Angriffe um die Stadt Haditha verstärkt haben. Der Bundesnachrichtendienst BND warnte deswegen weiterhin vor einer direkten Konfrontation mit den Terroristen.

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mie/sam/news.de/dpa

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1 Kommentare
  • Peter Lange1

    11.01.2016 14:31

    Nein, DER IS befindet sich dem Vormarsch Richtung Europa!

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