Adolf Hitlers "Mein Kampf"
Wahnwitzige Weltanschauung! Das schlimmste Buch aller Zeiten

Als Adolf Hitler im Knast in Landsberg saß, schrieb er "Mein Kampf". Darin offenbarte er eine wahnwitzige Weltanschauung. Im Januar 2016 erscheint das Buch als kommentierte Ausgabe im Buchhandel. Ist die Hetzschrift auch heute noch gefährlich?

Knapp 2000 Seiten hat die kommentierte Neuauflage von Adolf Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf". Das Institut für Zeitgeschichte will mit der Veröffentlichung dem Buch unter anderem seine Symbolkraft entziehen. Bild: Matthias Balk/dpa

Als fanatischer Antisemit war Hitler Anhänger der "Rassentheorie", die Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich entstand und in rechtsnationalen Kreisen in mehreren europäischen Ländern viele Anhänger hatte. In dieser Weltsicht war die sogenannte "arische Rasse" - deren edelste Vertreter in Hitlers Weltanschauung die germanischen Völker waren - Begründer der menschlichen Kultur. Die Juden hätten eine "verderbliche Rolle in der Geschichte der Menschheit" - die "Weltpest" - gespielt.

Adolf Hitler: Extremer Hass auf Juden

In der Hetzschrift sind die Grundlagen für Hitlers spätere Eroberungspolitik angelegt, wie manchen Gegnern Hitlers schon früh auffiel. Das Buch wurde zunächst aber aufseiten der demokratischen Parteien nicht ernst genommen."Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen", schreibt Hitler in seiner Hetzschrift.

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zurück Weiter 1997 verkauften geschäftsfreudige Weinhersteller Rotwein mit der Aufschrift «Führerwein - Schwarzer Tafelwein» im Adria-Badeort Jesolo für 11.000 Lire pro Flasche. (Foto) Foto: picture-alliance / dpa / Andrea Merola Kamera

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Ehrlich war Hitler in seinem Werk allerdings nicht. Er präsentierte sich als Judenhasser der ersten Stunde. Das behauptet er zumindest. Dabei lässt er jedoch einiges aus: Wie die "Bild" schreibt, hatte er während des Ersten Weltkriegs ein gutes Verhältnis zu einem jüdischen Leutnant. Nach dem Krieg war er sogar Anhänger der SPD und Mitglied im Soldatenrat der bayerischen Roten Armee. In seinem Buch beschimpft er jedoch die Räterepublik als "Judenherrschaft".

Kommentierte Neuauflage von "Mein Kampf"

Der erste Band erschien im Juli 1925, der zweite folgte im Dezember 1926. Bis Herbst 1944 erreichte "Mein Kampf" eine Auflage von 12,4 Millionen Exemplaren, dann gab es keine Neuauflage mehr. Die US-Militärregierung übertrug die Urheberrechte nach Kriegsende an den Freistaat Bayern, der seitdem eine Neuveröffentlichung verhindert. Die Urheberrechte liefen jedoch Ende 2015, 70 Jahre nach dem Tod des Diktators, aus.

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Das Institut für Zeitgeschichte stellt am Freitag die kommentierte Ausgabe von Adolf Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf" vor. Die knapp 2000 Seiten dicke Neuauflage soll zeitgleich im Buchhandel erhältlich sein. Die Historiker wollen damit die Ansichten des Diktators kritisch kommentieren und widerlegen. "Es gilt, Hitler und seine Propaganda nachhaltig zu dekonstruieren und damit der nach wie vor wirksamen Symbolkraft dieses Buchs den Boden zu entziehen", schreibt das Münchner Institut auf seiner Internet-Seite. Auf diese Weise lasse sich einem ideologisch-propagandistischen und kommerziellen Missbrauch entgegenwirken. Dennoch ist die kommentierte Edition umstritten. Kritiker befürchten, rechtsextremes Gedankengut könnte dadurch verbreitet werden.

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bua/hos/news.de/dpa

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61 Kommentare
  • wolfgang

    14.01.2016 16:58

    Wener4321 du liegst falsch ich habe das Original gelesen und verglichen es wurde etliches verfälscht.

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  • Peter Landgraf

    13.01.2016 14:45

    Werner: Du bist doch schon wieder angesprungen!Kannst es nicht lassen stimmts?

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  • werner.4321

    13.01.2016 14:05

    Nein, Landgraf, ich (auch mattenb) lassen uns von Ihnen nicht das Wort verbieten. Wir haben schon Kunze überstanden!!! Und Sie brauchen auch nicht mehr zu antworten!!! (Endlosschleife, das letzte Wort haben zu wollen!)

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