Protest und Diskriminierung bei Flug nach Tel Aviv: Israelis fühlen sich nicht sicher, Araber müssen Maschine verlassen

Am Sonntagabend kam es in einer Maschine der griechischen Fluggesellschaft Aegean Airlines zu einem peinlichen Zwischenfall. Zwei arabischstämmige Männer mussten das Flugzeug verlassen, weil sich israelische Passagiere nicht sicher fühlten.

Zwei arabischstämmige Männer verließen nach dem Protest zahlreicher israelischer Fluggäste die Maschine. Bild: Simela Pantzartzi/dpa

Nach den lautstarken Forderungen israelischer Fluggäste, wurden zwei arabische Mitreisende der Maschine verwiesen. Das Flugzeug der Gesellschaft Aegean Airlines, das in Athen startete, kam daraufhin 90 Minuten zu spät in Tel Aviv an.

Dutzende Passagiere der griechischen Fluggesellschaft Aegean Airlines protestierten gegen arabischstämmige Fluggäste

Anfänglich hätten dem "Spiegel" zufolge nur drei, vier Passagiere die Überprüfung zweier arabischstämmiger Fluggäste verlangt. Bis die Polizei eintraf, protestierten bereits 60 bis 70 Passagiere gegen die Männer. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Sonntagabend (03.01.2016).

Einer der Männer habe einen israelischen Pass, der andere eine Aufenthaltsgenehmigung für das Land bei sich getragen. An diesen hatte die Polizei laut "Spiegel" nichts zu beanstanden gehabt. Daraufhin habe der Pilot verkündet, dass jeder Passagier, der sich nicht sicher fühle, ohne Anspruch auf Entschädigung das Flugzeug verlassen könne.

Die Männer entschieden dann jedoch, die Maschine selbst zu verlassen. Aegean stellte ihnen eine Unterkunft für die Nacht und einen Ersatzflug mit der israelischen Linie El Al am nächsten Morgen. Außerdem entschuldigte sich die griechische Fluggesellschaft für den peinlichen Zwischenfall.

Michal Rozin warnt vor Werteverfall wegen Diskriminierung arabischstämmiger Menschen

Michal Rozin, Knesset-Abgeordneter der Partei Meretz, fordere den Wirtschaftsausschuss auf, sich mit dem Vorfall an Bord zu befassen. Israel und die Politik von Benjamin Netanyahu seien für die Ängste und den Hass der israelischen Bevölkerung verantwortlich und müssten nun mit allen Mitteln einen Werteverfall der Gesellschaft verhindern. Es könne nicht sein, dass eine Fluggesellschaft es erlaube, dass Fluggäste ausstiegen, weil andere Passagiere dies aufgrund ihres Äußeren gefordert hatten.

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saw/lvo/news.de

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5 Kommentare
  • der Werner

    08.01.2016 13:33

    Ladet doch bitte diese Isaelis mit ihrem ganzen Anhang zum Karneval nach D ein.Ein mal laut protestieren, dann gehts auch mit den Ausweisungen. Als Deutscher bleibt mir nur der abstandhaltende Arm.

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  • Alwin Albrecht

    06.01.2016 17:26

    @mattenb Schön das Sie wieder aus Ihrem Loch gekrochen kommen, Ihr dummes Geschwätz hat mir richtig gefehlt. "Demnächst werden dann also schwarzhaarige Menschen auch hier ausgegrenzt, weil Deutschland ja im Inneren umzingelt ist..." Nicht umzingelt, von innen zersetzt, Herr mattenb und was war das mit Köln, Sie Depp. Unseren Frauen wird ja schon von offizieller Seite angeraten, Abstand von diesen Leuten zu halten. Das ist wohl Ihrer Meinung nach jetzt ein "Normaler Zustand" in Deutschland und Teil unserer Integrationskultur ? Sie können einen nur noch Leid tun.

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  • Ushiro

    06.01.2016 16:52

    @mattenb: Keine Angst, Ihren Freunden wird nichts geschehen. Ausgegrenzt werden hier bestenfalls die paar Restdeutschen die nach Abschluss der islamischen Conquista überlebt haben. Köln war ja erst der Anfang (vom Ende). Zum Thema, ich habe auch ein sehr ungutes Gefühl, wenn Herrschaften an Bord des Fliegers sind, die (natürlich nur rein äußerlich ;-)) verdammt gut zum IS passen würden. Respekt vor der Entscheidung der griechischen Fluggesellschaft.

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