Flüchtlingspolitik: CSU-Chef redet Klartext: Seehofer fordert Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr

Mehr als 200.00 Flüchtlinge pro Jahr sind zu viel, findet jedenfalls CSU-Chef Horst Seehofer. Er fordert eine Wende. Ohne Gegenmaßnahmen würde die Zahl der Flüchtlinge im kommenden Jahr noch deutlich höher liegen.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Bild: Marc Müller/dpa

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat eine konkrete Obergrenze von "maximal 200.000" Flüchtlingen pro Jahr gefordert. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit könne er sagen: In Deutschland habe man keine Probleme mit dem Zuzug von bis zu 200.000 Asylbewerbern und Bürgerkriegsflüchtlingen pro Jahr. Das sagte der CSU-Chef der "Bild am Sonntag".

Obergrenze für Flüchtlinge: Horst Seehofer fordert Gegenmaßnahmen

Diese Zahl sei verkraftbar, und da funktioniere auch die Integration. Seehofer befürchtet, dass die Zahl der Flüchtlinge ohne Gegenmaßnahmen 2016 noch deutlich höher liegen werde als im vergangenen Jahr. "Das zentrale Ziel für 2016 muss lauten, die Zahl der Zuwanderer zu begrenzen. Von diesem Ziel sind wir derzeit sehr weit entfernt.", sagte der CDU-Chef.

Eine Wende in der Flüchtlingspolitik sei notwendig, so Seehofer. "Wenn wir nicht schnell handeln, müsste Deutschland in zwei Jahren zweieinhalb Millionen Flüchtlinge aufnehmen. Und dabei habe ich den Familiennachzug noch gar nicht mitgerechnet. Das sind selbst bei vorsichtigen Schätzungen noch mal über eine Million Menschen, wenn nur jeder zweite Flüchtling ein Familienmitglied nachzieht", so der CSU-Chef weiter.

Seehofer kritisiert Bundesregierung

Auch kritisierte der 66-jährige Politiker die Bundesregierung, weil sie das Angebot aus Bayern abgelehnt habe, die Bundespolizei bei Grenzkorntrollen zu unterstützen. "Mir ist es völlig unverständlich, warum die Bundesregierung ein solches Angebot ablehnt. Sicherheit beginnt mit Grenzkontrollen", so Seehofer.

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sba/news.de/dpa

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14 Kommentare
  • hector

    04.01.2016 20:01

    Bayern sollte jetzt beginnen einen Zaun auf dem eigenen Territorium zu bauen. Ein Zureden auf diese Idioten in der Bundesregierung ist völlig sinnlos. Im Frühjahr darf es nicht so weitergehen wie letztes Jahr, sonst sind wir zum Jahresende auch am Ende. Seehofer hat recht, aber er muss jetzt mit seiner CSU alleine handeln. Deshalb ist ein Zaunbau von Reichenhall bis zum Dreiländereck dringend erforderlich. Das sind rund 170 km. Über die Alpen wird wohl kaum einer rüberkommen, evtl muss er Richtung Tschechien verlängert werden. Ungarn hat sich auch eingezäunt und hat Ruhe. Bayern ist ein großer Staat und kann ruhig seine Grenzen schließen.

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  • Michael

    03.01.2016 21:52

    Kaum ist Mutti außer Haus ,da traut er sich wieder.Aber wehe sie kommt zurück. 200.000 +5Fam. sind auch wieder ne Mille ,das paßt doch dann wieder. Was machen wir bloß wenn all die Algerier und Marokkaner sich ihrer Pässe entledigen?

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  • hpklimbim

    03.01.2016 21:40

    zombie1969 - Ihr Beitrag ist klasse. Vielleicht sollte man mal anregen, dass erst die Frauen mit Kindern einreisen dürfen, und dann die Männer. So ähnlich wie bei der Seefahrt beim Besteigen der Rettungsboote. Aber Spaß bei Seite - den Männern, die tatsächlich den Dienst mit der Waffe verweigert haben, droht in diesen Ländern bekanntlich die sofortige Hinrichtung.

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