Neue EU-Datenschutzlinien ab 2018: Jugendschutz: Facebook, WhatsApp & Co. demnächst ab 16?

Die Europäische Union hat neue Datenschutzrichtlinien beschlossen. Es geht um einen besseren und vereinheitlichten Schutz für ganz Europa. Kinder und Jugendliche könnten dabei allerdings das Nachsehen haben.

Die Europäische Union legt neue Datenschutzrichtlinien fest. Unternehmen wie Facebook drohen bei Verstoß habe Strafen. Bild: dpa

Denn wie aus einem Bericht von "Bild.de" hervorgeht, soll mit Inkrafttreten der Beschlüsse "das Mindestalter für die selbstständige Einwilligung zur Datenverarbeitung – und damit auch die Nutzung von Online-Diensten wie etwa Facebook, iTunes, WhatsApp (hat das Alter bereits in seinen AGBs stehen) – auf 16 Jahre erhöht" werden.

Die neuen Regelungen sollen von Anfang 2018 an gelten. Die der Beschluss der EU-Kommission fiel am späten Dienstagabend.

EU beschließt neue Datenschutzrichtlinien: Hohe Strafen bei Verstoß

Wie genau die EU diese Regelung durchsetzen möchte, wird nicht erklärt. Auf eine Nachfrage bei der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Astrid Voßhoff (CDU) erhielt news.de bisher keine Antwort.

"Bild.de" zufolge drohen Unternehmen bei Verstoß gegen die neuen Richtlinien jedoch "hohe Strafen von bis zu vier Prozent ihres Jahresumsatzes." Das Parlament erhoffe sich dadurch, Firmen wie beispielsweise Facebook oder Google abzuschrecken. Die Regeln würden nicht nur um europäischen Raum sondern auch außerhalb der EU gelten.

Update zur bisherigen Meldung:

Die Pressestelle der Bundesdatenschutzbeauftragten gab folgende Stellungnahme heraus:

"Bei sozialen Netzwerken werden mittlerweile sehr private personenbezogene Daten verarbeitet. Dabei sind sich viele der jugendlichen Nutzer oftmals nicht hinreichend bewusst, dass die von Ihnen in einem solchen Rahmen veröffentlichten Informationen nur sehr schwer kontrollierbar sind und gegebenfalls in der Zukunft negative Auswirkungen für sie haben können. Unternehmen wie Facebook, etc. werden daher in Zukunft dafür sorgen müssen, bei der Einholung von Einwilligungserklärungen die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung zur Datenverarbeitung von Jugendlichen umzusetzen. Eine datenschutzrechtliche Bewertung dieser Umsetzung kann erst dann erfolgen wenn klar ist, wie die Unternehmen diese Vorgaben realisieren werden."

Einheitlicher Schutz für Europa: Das "Recht auf Vergessenwerden"

Neben der Erhöhung des Mindestalters beinhalten die neuen Regelungen auch das "Recht auf Vergessenwerden". Zudem müssen Nutzer ab 2018 "eindeutig zustimmen, dass sie mit der Verarbeitung ihrer Daten einverstanden sind – oder dass sie diese ablehnen." Auf nationaler Ebene könne das Mindestalter zudem auch niedriger angesetzt werden - allerdings nicht unter 13 Jahre.

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mie/lvo/news.de

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