"Merkel ist gar nicht so klug": Serdar Somuncu entzaubert die Kanzlerin

Bei "Hart aber Fair" versuchten unter anderem Edmund Stoiber und Claudia Roth das vergangene zu bewerten. Die überraschendste Einschätzung lieferte jedoch Kabarettist Serdar Somuncu.

Kabarettist über die Kanzlerin: "Sie macht sehr viel aus Instinkt richtig, aber ob das nachhaltig ist, ist eine andere Frage!" Bild: dpa

Es ist die Zeit der Jahresrückblicke. Egal ob Günther Jauch mit "2015! Bilder, Menschen, Emotionen", Markus Lanz mit "Menschen 2015" oder Stefan Raabs TV-total-Jahresrückblick: Überall lässt man das vergangene Revue passieren, versucht zu bewerten und einzuschätzen. Flüchtlingskrise, DFB-Affäre, Abgas-Skandal, der Terror von Paris und Hannover und der zunehmend eskalierende Syrien-Konflikte. Es gilt in diesem Jahr einiges aufzuarbeiten.

Bei "Hart aber Fair" übernahm neben dem CSU-Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber und der Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth unter anderem auch Kabarettist Serdar Somuncu die Rolle des Wertenden - und fand dabei klare Worte für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Serdar Somuncu bei "Hart aber Fair": "Die hat einfach einen guten Instinkt"

Denn während Stoiber sich gegenüber der Politik Merkels vor allem in Kritik geübt hat ("Wir treiben Europa auseinander") und Roth ihre Haltung in der Flüchtlingskrise lobte ("Ich bin froh, dass sie ihre Linie gehalten hat"), ging Somuncu einen anderen Weg.

"Ich habe das Gefühl, dass Angela Merkel gar nicht so klug ist, wie alle sagen", verkündete der Kabarettist zunächst und erklärte darauf: "Die hat einfach einen guten Instinkt und macht zur richtigen Zeit das Richtige. Wenn sie spürt, dass die deutsche Bevölkerung will, dass wir freundlich zu Flüchtlingen sind, dann stellt sie sich an die Spitze. Sie macht sehr viel aus Instinkt richtig, aber ob das nachhaltig ist, ist eine andere Frage!"

Beleidigung an Angela Merkel?

Die Kanzlerin als wenig intelligente Führungskraft, die einfach nur ihrem Instinkt folgt? Was "Bild.de" zufolge sofort einer Beleidigung gleichkommt, lässt sich auch als ehrliche Einschätzung eines Gesprächsteilnehmers wahrnehmen. Denn auch während Angela Merkel in den vergangenen Monaten zahlreiche Erfolge feierte und aufgrund ihrer "Wir-Schaffen-das"-Politik immer wieder gelobt wurde, ist sie noch lange nicht die Heilsbringerin, für die sie derzeit stilisiert wird und die Folgen ihres Vorgehens noch längst nicht abzusehen.

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mie/lvo/news.de

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