Syrien-Einsatz der Bundeswehr: Tornados der Bundeswehr gar nicht einsatzbereit?

Die deutsche Luftwaffe zieht in den Kampf gegen der Terror, aber ihr Material lässt immer noch zu wünschen übrig. Die ergriffenen Maßnahmen zur Behebung der Mängel wirken noch nicht. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärte hingegen: 30 Tornados sind einsatzbereit.

Ein Tornado des Aufklärungsgeschwaders 51 der Luftwaffe startet 23.03.2009 im schleswig-holsteinischen Jagel. Bild: dpa (Symbolfoto)

Die Bundeswehr will Tornado-Flugzeuge in den Luftkrieg gegen die Terrororganisation Islamischer Staat schicken, aber nicht einmal jeder zweite Jet ist einsatzbereit. Nach einem Bericht des Verteidigungsministeriums zum Zustand der Hauptwaffensysteme sind bei der Luftwaffe von 93 angeschafften Tornados 66 in Betrieb und davon wiederum nur 29 einsatzbereit (44 Prozent). Das sind noch weniger als bei der entsprechenden Untersuchung vor einem Jahr; damals waren noch 38 Jets für einen Einsatz verfügbar.

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Der Bericht steht an diesem Mittwoch auf der Tagesordnung des Bundestags-Verteidigungsausschusses - ausgerechnet kurz vor der ersten Plenardebatte über den Einsatz von bis zu sechs Aufklärungs-Tornados im Kampf gegen den IS. Die mangelnde Einsatzbereitschaft wird in dem 81-seitigen Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, unter anderem auf die "mangelnde Verfügbarkeit verschiedener Ersatzteile" zurückgeführt.

Die Tornados sind zwischen 23 und 34 Jahre alt und gelten als Auslaufmodelle. Aber auch beim Nachfolger Eurofighter hat sich die Einsatzbereitschaft im Vergleich zum letzten Bericht nicht verbessert, sondern von 57 auf 55 Prozent verschlechtert. Von den besonders anfälligen Transall-Transportflugzeugen sind 57 Prozent einsatzbereit. Angestrebt wird eine Einsatzbereitschaft von mindestens 70 Prozent.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: "Tornados sind einsatzbereit"

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht trotz Mängeln bei vielen Tornado-Flugzeugen keine Probleme für den geplanten Einsatz gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). "30 Tornados sind einsatzbereit, und wir brauchen davon 6. Das heißt wir haben einen breiten Spielraum, der vorhanden ist", sagte die Ministerin am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Die Bundeswehr will Tornado-Kampfflugzeuge mit Aufklärungstechnik zur Unterstützung der alliierten Luftangriffe auf den IS einsetzen. Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Bericht des Verteidigungsministeriums sind von den 93 angeschafften Tornados aber nur 66 in Betrieb und davon wiederum nur 29 einsatzbereit (44 Prozent).

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann rechnet mit einem langen Kampf. "Ich glaube, dass wir uns auf viele Jahre einstellen müssen", sagte Oppermann im Deutschlandfunk. Den IS-Terror werde man nicht allein mit Luftangriffen erfolgreich bekämpfen können, dazu brauche man eine Gesamtstrategie.

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boi/news.de/dpa

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