Pastor wegen Volksverhetzung angezeigt: Folgt auf die Flüchtlingskrise der europaweite Bürgerkrieg?

Ein Pfarrer im baden-württembergischen Ravensburg ist nach einer Predigt wegen des Verdachts der Volksverhetzung angezeigt worden. Der Pastor hatte offen die Asylpolitik der Bundesregierung kritisiert.

Ein Pfarrer wird nach seiner Predigt nun angeklagt. (Symbolbild) Bild: Fotolia/alphaspirit

In seiner Predigt vom 11. Oktober 2015 soll der Pastor von Ravensburg laut "Epoch Times" erläutert haben, warum nicht alle Flüchtlinge als Kriegsflüchtlinge gehandelt werden sollten. Selbst die meisten Migranten aus Syrien seien nicht vor dem Krieg geflohen. Sie seien in syrischen und türkischen Flüchtlingslagern gut aufgehoben, aufgrund von Armut und Perspektivlosigkeit jedoch nach Deutschland weiter gezogen.

Ravensburger Pfarrer wegen Volksverhetzung angezeigt

Dem Pfarrer zufolge sei es "nicht wahrhaftig von der deutschen Regierung, ihre Politik mit dem Asylrecht dieser Menschen als Kriegsflüchtlinge zu rechtfertigen", heißt es in dem Bericht. Der Geistliche soll zudem davor gewarnt haben, dass es sich bei der Flüchtlingskrise um eine gewollte Entwicklung von Kräften handele, die hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel stünden. Demnach werde CIA-Chef Michael Hayden über die zukünftige Entwicklung Europas entscheiden.

In seiner Andacht zitierte der Pfarrer Hayden: "Europa werde weiterhin ein starkes Anwachsen der moslimischen Bevölkerungsgruppe zu verzeichnen haben. Zugleich würden die Geburtenzahlen der alt eingesessenen europäischen Bevölkerung weiter sinken. Die Integration dieser moslemischen Migranten werde die europäischen Staaten vor große Herausforderungen stellen – und das Potential für Bürgerkriege und Extremisten deutlich erhöhen." Demnach sei Europa im Jahr 2020 nicht mehr regierbar.

Pfarrer aus Ravensburg sagt in Predigt angeblich einen Bürgerkrieg für Europa voraus

Angela Merkel wolle ein anderes Deutschland, so der Pastor weiter. Doch sie habe nicht die Macht, das alles zu inszenieren, da mächtigere Kräfte hinter ihr stünden. Der Geistliche befürchtet, dass diese Kräfte Europa geradewegs in den Bürgerkrieg steuern würden.

Der Bürgermeister der Stadt sowie der ehemalige Ravensburger Pfarrer sollen sich bereits von diesen Aussagen distanziert haben. Auch der Bund evangelischen-freikirchlichen Gemeinden (BEFG) nahm von seinem Pastor Abstand. Die Kirchengemeinde jedoch stehe hinter dem Geistlichen. Es sei fraglich, wie lange der Pastor der Evangelischen Freikirche noch predigen darf. Eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung sei gestellt worden.

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lvo/boi/news.de

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