Jahrestag: Skandal-Akte Pegida: Hitler-Pose, "Viehzeug", Galgen-Attrappe

Am 19. Oktober 2015 fand in Dresden die Jubiläumskundgebung zum einjährigen Bestehen der patriotischen Organisation "PEGIDA" statt. Zu diesem Ereignis blicken wir zurück auf ein skandalträchtiges Jahr.

Dass Lutz Bachmann vor einem Jahr als Hitler poste und den Schnappschuss dann auch noch auf Facebook stellte, war nur der Anfang einer Reihe von Skandalen. Bild: Marcus Brandt/dpa

Am 20. Oktober 2014 war die Organisation "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz "PEGIDA" zum ersten Mal gegen eine von ihr behaupteten "Islamisierung des Abendlandes", die deutsche Einwanderungs- und Asylpolitik auf die Straße gegangen. 350 Anhänger versammelten sich zur ersten Kundgebung. Seitdem hat sich viel ereignet. Die Organisation wurde rasend schnell immer größer, hatte Mitte Januar 2015 sogar 17.000 bis 25.000 Mitglieder (verschiedene Schätzungen), um nach zahlreichen Skandalen fast wieder zu zerfallen und nun erneut zu wachsen. Pünktlich zum Jahrestag zeigen wir Ihnen noch einmal die größten Skandale um die Patrioten.

PEGIDA-Chef Lutz Bachmann mit Hitler-Bärtchen und Seitenscheitel auf Facebook

Im September stellte sich PEGIDA-Chef Lutz Bachmann nicht nur stolz als Adolf Hitler dar und postete den geschmacklosen Schnappschuss auf Facebook, er bezeichnete Ausländer auf der Plattform auch als "Viehzeug", "Gelumpe" und "Dreckspack". Dafür erhielt er eine Anklage wegen Volksverhetzung. Weil er Asylbewerber im September 2015 pauschal als Verbrecher betitelte, erhielt er eine weitere Anzeige.

Pegida - von den ersten Demos bis zur Krise
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Bachmann sah sich gezwungen, im Januar von sämtlichen Ämtern bei der Organisation zurückzutreten, hält aber weiterhin wöchentlich Reden bei den Montagskundgebungen in Dresden und Leipzig. AfD-Sprecherin Frauke Petry stiftete Verwirrung, als sie Bachmanns Rücktritt im Januar kommentierte, bevor dieser zwei Stunden später überhaupt verkündet wurde. Anhand dessen wurde klar, wie eng PEGIDA mit der "Alternative für Deutschland" zusammenarbeitet. Wie wenige Tage später bekannt wurde, riet Petry Bachmann zum Rücktritt.

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