Hohe Kosten für Flüchtlinge: Schäuble rechnet mit Neuverschuldung wegen Flüchtlingskrise

Ein Puffer von neun Millionen Euro steht Wolfgang Schäuble für die Flüchtlingskrise 2016 zur Verfügung, doch Experten befürchten, dass das nicht reicht. Die mögliche Konsequenz: Neue Schulden für die Bundesrepublik.

Die große Menge an Flüchtlingen könnte Deutschland dazu zwingen, 2016 wieder neue Schulden aufzunehmen. Bild: Oliver Berg/dpa

Wegen der Kosten der Flüchtlingskrise könnte der Bund nach einem Medienbericht gezwungen sein, im kommenden Jahr wieder neue Schulden aufzunehmen.

Experten befürchten Neuverschuldung 2016 wegen der Flüchtlingskrise

Ein Puffer von neun Milliarden Euro, um den ausgeglichenen Haushalt auch 2016 zu halten, werde nicht ausreichen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Experten zufolge rechne das Bundesfinanzministerium mit Kosten deutlich über zehn Milliarden Euro. Ein Sprecher des Ministeriums wies die Angaben am Samstag als "rein spekulativ" zurück.

Diese Kosten kommen auf Deutschland wegen der Flüchtlingskrise zu

Dem "Spiegel" zufolge rechnen Fachleute im Finanzministerium mit Flüchtlingskosten deutlich über zehn Milliarden Euro. Sie halten demnach unter anderem ein milliardenschweres Wohnungsbauprogramm für unausweichlich. Schließlich benötigen hunderttausende Zuzügler ein Dach über dem Kopf, außerdem würden die Länder mehr Hilfe vom Bund benötigen. Außerdem komme laut "Focus Online" eine Milliardenbelastung auf den Bund zu, da viele der anerkannten Flüchtlinge Arbeitslosengeld beziehen würden.

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räc/bua/news.de/dpa

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