Politiker-Aufstand gegen Flüchtlingspolitik: Der parteiinterne Widerstand gegen Angela Merkel wächst

Der Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel wächst mehr und mehr. Nun haben bereits 126 CDU-Politiker die Kanzlerin in einem Brandbrief zu einem Kurswechsel aufgefordert. Wie lange noch wird Merkel auf ihre Flüchtlingspolitik beharren?

Schwere Wochen für die Kanzlerin: Wie lange kann Angela Merkel noch auf ihrer Flüchtlingspolitik beharren? Bild: dpa/ Marius Becker

Der Aufstand gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel weitet sich aus. Inzwischen fordern 126 CDU-Politiker in einem Brandbrief, ihre Parteichefin zu einem Kurswechsel auf, inklusive konkreter Vorschläge. Darunter sollen sich auch 38 Landtagsabgeordnete befinden.

126 CDU-Politiker unterzeichnen Brandbrief gegen Merkel

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wächst der parteiinterne Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin mehr und mehr. Dem Bericht zufolge, ist ein drei Seiten langer Brandbrief an Merkel, der in der vergangen Woche erst 34 Unterzeichner hatte, inzwischen zu einem Kettenbrief mit 126 Unterzeichnern angestiegen, die allesamt CDU-Fraktions- oder Mandatsträger sind, 38 davon sogar Landtagsabgeordnete.

Widerstand gegen Merkels Flüchtlingspolitik wächst

Die Initiatoren fordern vor allem die Schließung der deutschen Grenzen für Flüchtlinge, die aus sicheren Drittstaaten nach Deutschland gekommen sind. "Dies sollte zumindest praktiziert werden, solange die Schengen-Außengrenzen faktisch offen sind und die anderen Schengen-Staaten ihren europarechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommen", heißt es in dem Papier, dessen Unterzeichnerliste der "Bild"-Zeitung vorliegen soll.

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt Forderungen erneut ab

Trotz des immer größer werdenden Widerstands aus den eigenen politischen Reihen hatte die Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Sitzung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag erneut die Forderung abgelehnt, Flüchtlinge an der Grenze zurückzuweisen.

Zu den CDU-Politikern, die das Papier in den vergangen Tagen unterschrieben haben, sollen sich unter anderem auch Christian Heinrich-Jaschinski (Landrat Elbe-Elster), Cornelia Seibeld, (1. Stellvertretende Vorsitzende CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus), der EU-Parlamentarier Joachim Zeller und Niedersachsens Junge Union (JU)-Landesvorsitzender Tilman Kuban befinden.

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sba/gea/news.de

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