#piggate: VerSAUter David Cameron: Hatte der britische Premier Oralsex mit totem Schwein?

Lord Ashcroft hätte ein mächtiger Mann in der britischen Regierung werden können. David Cameron wollte es anders. Jetzt nahm der Verstoßene Rache. In einem Buch enthüllt er pikante Details aus der Jugend des britischen Premiers. So soll Cameron angeblich Oralsex mit einem toten Schwein gehabt haben.

David Cameron hatte angeblich Oralverkehr mit einem toten Schwein. Bild: Andy Rain/dpa

Michael Anthony Baron Ashcroft ist einer von der Sorte bei den britischen Tories, die jede Leiche im Keller der Partei nicht nur mit Namen, sondern auch mit Schuhgröße kennen. Einer der hinter den Kulissen die Strippen zieht, der Einfluss hatte und diesen auch geltend machte. Dieser Lord Ashcroft hat jetzt eine Biografie über den amtierenden Premierminister David Cameron geschrieben - und sie im wenig zimperlichen Massenblatt "Daily Mail" auszugsweise veröffentlicht.

#piggate: David Cameron soll ein totes Schwein für Oralsex missbraucht haben

Pikante Details aus dem angeblich ausschweifenden Studentenleben des jungen David Cameron werden jetzt in der britischen Öffentlichkeit diskutiert - und weltweit im Internet unter anderem unter dem Hashtag #piggate verbreitet. Bei den Studentenpartys soll der feine Zwirn nämlich nicht immer im Einklang mit dem Benehmen gestanden haben. Auch das geöffnete Maul eines toten Schweines soll im Verbund mit der Anatomie des späteren Premiers eine Rolle gespielt haben. Cameron soll mit dem Tier Oralsex gehabt haben. Hohn und Spott vom politischen Gegner und in den sozialen Medien gibt's gratis dazu.

Oxford-Schnösel David Cameron? Er soll Cannabis geraucht und Kokain konsumiert haben

Ein nicht genannter Interviewpartner steckte dem Autor angeblich, dass Cameron als junger Kerl Cannabis geraucht und später an Partys teilgenommen habe, bei denen auch Kokain genommen wurde. Die Mitgliedschaft im berühmt-berüchtigten Oxforder Bullingdon Club, einer Art exklusiven Studentenverbindung für Zöglinge aus betuchten Familien mit einschlägigen Ritualen, hatte dem Premier schon wiederholt unangenehme Fragen beschert. Bei Kritikern hält sich unter anderem deswegen das Image Camerons als arroganter Schnösel.

Ashcrofts Buch ist ein Rachefeldzug gegen Cameron

Ashcroft weiß ganz offensichtlich, dass eine Strategie, die Veröffentlichungen abzutun, sein könnte, ihm Rachegelüste vorzuwerfen. Deshalb gesteht er diese gleich ganz offen ein. Ämter, von denen er zum Rücktritt gezwungen werden könnte, hatte der Lord bereits zuvor aufgegeben. Der Milliardär Ashcroft, der sich als Schatzmeister bei der finanziellen Rettung seiner Partei in weniger guten Tory-Zeiten einen Namen gemacht und als Parteispender selbst Millionen in die Parteikasse geworfen hat, wollte im Gegenzug für seine Verdienste einen Ministerposten, als Cameron im Mai 2010 die Tories wieder an die Macht brachte. Doch stattdessen habe der neue Premier dem altgedienten Parteisoldaten nur einen Junior-Posten im Außenministerium zugedacht.

Camerons Politik-Karriere scheint beendet

Der mächtigste Mann Großbritanniens muss sich nun mit einer Biografie auseinandersetzen, deren Autor er nie damit beauftragt hätte. "Ashcroft weiß einfach zu viel", schreibt selbst die "Daily Mail". Camerons Sprecherin machte schon am Montag deutlich, was die Downing Street von dem Buch hält: "Wir werden es nicht würdigen, indem wir es kommentieren." In Westminster wird die Veröffentlichung allerdings auch als Indiz dafür gewertet, wie leicht angreifbar Cameron ist, der einen großen Teil seiner ersten Amtszeit damit verbracht hat, parteiinterne Kritiker zu besänftigen. Für eine dritte Legislaturperiode will er ohnehin nicht antreten. Das Buch Ashcrofts könnte somit auch die Nachfolgediskussion neu entfachen. Mit Finanzminister George Osborne und Londons Bürgermeister Boris Johnson stehen zwei Politiker bereit, die ebenfalls im Bullingdon Club waren - dem Boulevard dürfte der Stoff also auch in Zukunft nicht ausgehen.

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gea/bua/news.de/dpa

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