Darf Satire alles?: "Charlie Hebdo" verhöhnt ertrunkenes Flüchtlingskind Aylan

Die neue Ausgabe von "Charlie Hebdo" sorgt für mehr als nur Aufregung. Auf dem vermeintlichen Cover: Eine Karikatur des ertrunkenen Flüchtlingskinds Aylan mit den Worten betitelt: "So nah an seinem Ziel..". Da stellt man sich die Frage: Darf Satire wirklich alles?

Das Titelbild der neuen Ausgabe von "Charlie Hebdo" sorgt im Netz für Aufregung. Gezeigt wird das dreijährige Flüchtlingskind Aylan, welches im Meer ertrunken ist. Bild: news.de-Screenshot (Twitter/Abu Basim)

Das französische Satire-Magazin "Charlie Hebdo" ist bekannt dafür, Grenzen zu übertreten. Ein Titel der vermeintlich neuen Ausgabe schwirrt derzeit im Netz. Auf dem Bild zu sehen ist dort das ertrunkene Flüchtlingskind Aylan, dessen Bild um die Welt ging. Mit dem Gesicht nach unten liegt das Kind am Strand, dazu die Worte: "So nah an seinem Ziel..". Was das ganze noch makaberer macht?

Neue Ausgabe von "Charlie Hebdo": Die besondere Aufarbeitung der Flüchtlingskrise?

Im Hintergrund auf dem Bild, welches derzeit im Netz kursiert, ein Schild, welches doch sehr an "McDonald's" erinnert, auf dem geschrieben steht: Zwei Kindermenüs zum Preis von einem." Eine ganz besondere Art der Aufarbeitung der Flüchtlingsdebatte, oder was soll uns damit gesagt werden?

Das Magazin geht noch weiter. Ein anderer Cartoon der gleichen Ausgabe soll laut Medienberichten einen Mann zeigen, der auf der Oberfläche des Ozeans steht, während die Beine eines Kindes aus dem Wasser ragen. In Erinnerung an Jesus Christus? Der Titel der Karikatur "Der Beweis, dass Europa Christlich ist". Und ebenso zynisch auf diesem Cartoon vermerkt: "Christen laufen auf dem Wasser... Muslimische Kinder gehen unter.

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