Europawahl-Ergebnisse 2019 im News-Ticker

Aktuelle Hochrechnungen: vorläufiges amtliches Endergebnis

Die Wahlen zum Europäischen Parlament halten dieser Tage Europa in Atem. Wann wo gewählt wird, wer die Spitzenkandidaten in Deutschland sind und welche Parteien bei der Europawahl 2019 punkten können, erfahren Sie hier im News-Ticker.

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Renten-Dilemma: Von Ost nach West: Wo gibt es wie viel Rente?

Die Tatsache, dass es in der DDR quasi keine Arbeitslosen gab, macht sich jetzt bezahlt. Zahlen belegen, dass es Rentern in Ost-Berlin besonders gut geht. Deutlich weniger in der Tasche haben hingegen die Menschen in Westdeutschland.

Mehr Geld für Millionen deutsche Rentner. Bild: dpa

Um rund 451 Euro liegen die höchsten und niedrigsten Durchschnittsrenten in Deutschland auseinander. Am besten geht es den Männern in Ost-Berlin, die pro Kopf durchschnittlich 1.147 Euro Rente im Monat beziehen. Die Frauen hingegen haben in fast allen Bundesländern deutlich weniger Rentengeld in der Tasche als die Männer.

Ost-Berliner Rentner erhalten mehr als West-Berliner

Im Vergleich zu den Rentnern aus Ost-Berlin sieht es für die Nachbarn im Westen Berlins nicht ganz so rosig aus. Dort erhalten die Männer im Schnitt nur rund 980 Euro und sind damit absolutes Schlusslicht im Land. Die männliche Bevölkerung aller anderen Bundesländer bekommt zumindest mehr als 1.000 Euro pro Monat.

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Frauen im Saarland weniger als 700 Euro Rente

Mit mehr als 1.000 Euro liegen die "Berliner-Ost-Frauen" deutlich über dem durchnittlichen Rentenbezug. Und damit geht es ihnen weitaus besser als den meisten anderen Frauen der Republik. Im Vergleich mit allen 16 Bundesländern ist das Saarland mit weniger als 700 Euro im Monat das absolute Schlusslicht. Besonders bitter für die Rentnerinnen: Die männlichen Bürger des Saarlandes erhalten hingegen 1.115 Euro im Monat und beziehen damit die höchste Rente in Westdeutschland.

Grund für die ungerechte Verteilung

Wie die Deutsche Rentenversicherung "Focus Online" mitteilte, "haben die Versicherten in den neuen Bundesländern deutlich längere Versicherungszeiten als die in den alten Bundesländern. Diese Tatsache führt dementsprechend zu höheren Renten."

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Betrachtet man das Jahr 2014, so stellt man fest, dass die Männer in Ostdeutschland bei den Altersrenten durchschnittlich 44,9 Versicherungsjahre lang eingezahlt haben, die Männer aus Westendeutschland zahlten hingegen nur 40,4 Jahre in die Rentenkassen ein. Noch gravierender ist der Unterschied bei den Frauen: Dort lag die Zahl der Versicherungsjahre bei den Ost-Frauen durchschnittlich bei 39,5 Jahren, im Westen sind es dagegen nur 26,5 Jahre. Diese Tatsache ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass die heutigen West-Rentnerinnen oft für die Kindererziehung zu Hause blieben.

Informationsschreiben der Deutschen Rentenversicherung. Bild: dpa

Gewaltige Unterschiede der Rentenzahlung zwischen Ost- und Westdeutschland

Insgesamt betrachtet fallen die Unterschiede zwischen den männlichen und weiblichen Ost- und Westbürgern gewaltig aus. Die Durchschnittsrente für Männer in Deutschland beträgt 1.013 Euro, für die Frauen sind es gerade einmal 762 Euro. Auf Grund der neuen Mütterrente haben sich die Renten allerdings etwas angeglichen.

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sba/zij/news.de

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